Erneuert durch sein Wort

Ester 4

1 Als Mordechai erfuhr, was vorgefallen war, zerriss er sein Gewand, band sich den Sack* um und streute sich Asche auf den Kopf. So ging er durch die Stadt und stieß laute, durchdringende Klagerufe aus. 2 Er kam bis vor den Palastbezirk, den er jedoch im Trauerschurz nicht betreten durfte.
3 Auch in allen Provinzen herrschte unter den Juden große Trauer, nachdem der königliche Erlass dort eingetroffen war. Sie fasteten*, weinten und klagten und viele saßen im Sack in der Asche.
4 Die Dienerinnen und Diener Esters berichteten ihrer Herrin von Mordechais Trauer. Ester war ganz erschrocken und ließ Mordechai Kleider bringen, damit er den Sack ablegen und zu ihr in den Palast kommen konnte. Aber er wollte ihn nicht ausziehen. 5 Da schickte Ester den Eunuchen Hatach, den der König ihr als Diener gegeben hatte, zu Mordechai hinaus. Er sollte ihr berichten, warum Mordechai sich so auffallend verhielt.
6 Hatach ging zu Mordechai auf den großen Platz vor dem Palastbezirk. 7 Mordechai erzählte ihm alles, was geschehen war, und nannte ihm auch die Geldsumme, die Haman dem König für seine Staatskasse versprochen hatte, wenn er die Juden umbringen dürfte. 8 Er gab ihm eine Abschrift des königlichen Erlasses, in dem die Ausrottung der Juden befohlen wurde. Er sollte sie Ester zeigen und sie dringend auffordern, zum König zu gehen und für ihr Volk um Gnade zu bitten.
9 Hatach berichtete Ester alles, was Mordechai ihm aufgetragen hatte. 10 Ester aber schickte den Eunuchen noch einmal zu Mordechai und ließ ihm sagen: 11 »Alle, die im Dienst des Königs stehen, und alle seine Untertanen in den Provinzen des Reiches kennen das unverbrüchliche Gesetz: Wer ungerufen, ob Mann oder Frau, zum König in den inneren Hof des Palastes geht, muss sterben. Nur wenn der König ihm das goldene Zepter entgegenstreckt, wird er am Leben gelassen. Mich hat der König jetzt schon dreißig Tage nicht mehr zu sich rufen lassen.«
12-13 Mordechai schickte Ester die Antwort: »Denk nur nicht, dass du im Königspalast dein Leben retten kannst, wenn alle anderen Juden umgebracht werden! 14 Wenn du in dieser Stunde schweigst, wird den Juden von anderswo her Hilfe und Rettung kommen. Aber du und deine Familie, ihr habt dann euer Leben verwirkt und werdet zugrunde gehen. Wer weiß, ob du nicht genau um dieser Gelegenheit willen zur Königin erhoben worden bist?«
15 Da ließ Ester Mordechai die Antwort bringen: 16 »Geh und rufe alle Juden in Susa zusammen! Haltet ein fasten* für mich. Drei Tage lang sollt ihr nichts essen und nichts trinken, auch nicht bei Nacht; und ich werde zusammen mit meinen Dienerinnen dasselbe tun. Dann gehe ich zum König, auch wenn es gegen das Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um!«
17 Mordechai ging und tat, was Ester ihm aufgetragen hatte.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

Ester 3

1 Einige Zeit später erhob König Xerxes Haman, den Sohn von Hammedata, einen Nachkommen von Agag, zu seinem ersten Minister. 2 Alle königlichen Beamten in der Torhalle des Palastbezirks knieten vor Haman nieder und beugten sich tief vor ihm, wie der König es befohlen hatte. Mordechai aber blieb stehen und verbeugte sich nicht.
3 Die Leute des Königs fragten ihn: »Warum gehorchst du nicht dem Befehl des Königs?«
4 »Weil ich Jude bin«, sagte er.
Tag für Tag setzten sie ihm zu, Haman diese Ehre zu erweisen; aber Mordechai hörte nicht darauf.
Da gingen sie hin und zeigten ihn bei Haman an, denn sie wollten sehen, was er zu Mordechais Begründung sagen würde. 5 Haman war wütend, als man ihn darauf hinwies, dass Mordechai sich nicht vor ihm niederwarf. 6 Aber es war ihm zu wenig, nur ihn selbst zu bestrafen, und da sie ihm gesagt hatten, dass Mordechai zum jüdischen Volk gehörte, beschloss er, alle Juden im Persischen Reich, das ganze Volk von Mordechai, auszurotten.
7 Im ersten Monat des zwölften Regierungsjahres des Königs Xerxes, dem Monat Nisan*, wurde auf Anordnung Hamans für alle Tage des Jahres bis hinein in den zwölften Monat, den Monat Adar*, das Pur – das ist das Los – geworfen. Auf diese Weise wollte Haman den günstigsten Zeitpunkt für sein Unternehmen herausfinden.
8 Danach sagte er zum König: »Es gibt ein Volk in deinem Reich, das über alle Provinzen zerstreut lebt und sich von den anderen Völkern absondert. Seine Bräuche sind anders als die aller anderen Völker und die königlichen Gesetze befolgt es nicht. Das kann sich der König nicht bieten lassen. 9 Wenn der König einverstanden ist, soll der Befehl erlassen werden, sie zu töten. Ich werde dann in der Lage sein, den Verwaltern der Staatskasse 10000 Zentner* Silber auszuhändigen.«
10 Der König zog seinen Siegelring vom Finger, gab ihn dem Judenfeind Hamana 11 und sagte zu ihm: »Ihr Silber überlasse ich dir! Und mit ihnen selbst kannst du machen, was du willst!«
12 Am 13. Tag des 1. Monats ließ Haman die Schreiber des Königs zusammenrufen und diktierte ihnen einen Erlass an die Reichsfürsten*, an die Statthalter der Provinzen und an die Fürsten der einzelnen Völker, jeweils in der Schrift und Sprache des betreffenden Landes. Der Erlass war als Schreiben des Königs abgefasst und mit dessen Siegelring gesiegelt. 13 Er wurde durch Kuriere in alle Provinzen des Reiches gebracht und enthielt den Befehl:
»Alle Juden – Männer, Frauen und Kinder – sollen an einem einzigen Tag, dem 13. Tag des 12. Monats, des Monats Adar, erschlagen, ermordet, ausgerottet werden. Ihr Besitz ist zur Plünderung freigegeben.«
14 In jeder Provinz sollte der Erlass öffentlich bekannt gemacht werden, sodass sich alle für diesen Tag rüsten konnten. 15 Auf Anordnung des Königs machten sich die Kuriere eiligst auf den Weg. Auch im Palastbezirk von Susa wurde der Erlass bekannt gemacht.
Darauf ließen sich der König und Haman zu einem Trinkgelage nieder. Die ganze Stadt aber geriet in große Aufregung.

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Ester 2

1 Als der Zorn des Königs sich gelegt hatte, begann er, über das Geschehene nachzudenken. 2 Seine Diener bemerkten es und sagten zu ihm: »Man sollte für den König schöne junge Mädchen suchen, die noch kein Mann berührt hat! 3 Der König könnte in den Provinzen seines Reiches Beamte damit beauftragen, alle besonders schönen Mädchen, die noch unberührt sind, in seinen Harem nach Susa zu bringen. Der königliche Eunuch* Hegai, der die Aufsicht im Frauenhaus führt, soll sich um sie kümmern und dafür sorgen, dass ihre Schönheit mit allen Mitteln gepflegt wird. 4 Das Mädchen, das dem König am besten gefällt, soll dann an Waschtis Stelle Königin werden.«
Dem König gefiel dieser Vorschlag und er gab die entsprechenden Anordnungen.
5 Im Palastbezirk von Susa lebte ein Jude namens Mordechai, der Sohn Jaïrs. Er war vom Stamm Benjamin und ein Nachkomme von Schimi und Kisch. 6 Als der Babylonierkönig Nebukadnezzar eine Anzahl von Judäern mit König Jojachin aus Jerusalem in die Verbannung geführt hatte, war auch die Familie von Mordechai unter den Verschleppten gewesen.
7 Mordechai hatte eine Kusine Hadassa, auch Ester genannt. Sie war außerordentlich schön. Weil sie Vater und Mutter verloren hatte, hatte Mordechai sie als Tochter angenommen.
8 Als der königliche Erlass bekannt gemacht war und die Mädchen nach Susa in die Obhut von Hegai gebracht wurden, da war unter ihnen auch Ester. Sie wurde in den königlichen Harem gebracht und dem Eunuchen Hegai übergeben. 9 Sie fiel ihm auf und gewann seine Gunst. Er sorgte dafür, dass sofort mit der Pflege ihrer Schönheit begonnen und sie aufs beste ernährt wurde. Er gab ihr die schönsten Räume im Harem und sieben ausgewählte Dienerinnen aus dem Königspalast.
10 Nach der Weisung von Mordechai hatte Ester nichts über ihre jüdische Herkunft gesagt. 11 Mordechai ging täglich vor dem Hof des Harems auf und ab, um zu hören, wie es Ester erging und was mit ihr geschah.
12 Jedes Mädchen wurde ein Jahr lang auf die Begegnung mit dem König vorbereitet. Sechs Monate dauerte die vorgeschriebene Behandlung mit Myrrhenöl* und weitere sechs die mit Balsamöl und anderen Pflegemitteln. Dann konnte das Mädchen zum König gebracht werden.
13 Wenn eine an der Reihe war, vom Frauenhaus in den Königspalast zu gehen, durfte sie sich Kleider und Schmuck für diese Gelegenheit selbst aussuchen. 14 Sie ging am Abend in den Palast und kehrte am nächsten Morgen in den zweiten Harem zurück. Dieser war für die Nebenfrauen des Königs bestimmt und stand unter der Aufsicht des königlichen Eunuchen Schaaschgas. Keine durfte ein zweites Mal zum König kommen, außer wenn sie ihm besonders gefallen hatte und er sie namentlich rufen ließ.
Ester wird Königin
15 Eines Tages kam die Reihe auch an Ester, die Tochter von Abihajil, dem Onkel jenes Mordechai, der sie nach dem Tod ihres Vaters als Tochter angenommen hatte. Sie verzichtete darauf, Kleidung und Schmuck selbst auszusuchen, und nahm nur, was Hegai ihr empfohlen hatte. Alle, die sie sahen, waren voller Bewunderung. 16 So wurde Ester zum König in den Palast gebracht, im zehnten Monat seines siebten Regierungsjahres, dem Monat Tebet*.
17 Der König fand an Ester mehr Gefallen als an allen andern Frauen und sie übertraf in seinen Augen bei weitem die anderen Mädchen. Deshalb setzte er ihr die Krone auf und machte sie an Waschtis Stelle zur Königin. 18 Er gab ihr zu Ehren ein großes Festmahl und lud alle führenden Männer seines Reiches dazu ein. Er gewährte den Provinzen seines Reiches einen SteuernachlassA und verteilte königliche Geschenke.
19-20 Inzwischen wurden zum zweiten Mal Mädchen für den König gesammelt. Ester hatte dem König immer noch nichts von ihrer jüdischen Herkunft und Volkszugehörigkeit gesagt. So hatte Mordechai es ihr befohlen und sie folgte ihm noch genauso wie damals, als sie seine Pflegetochter war.
Mordechai stand inzwischen in königlichen Diensten und saß in der Torhalle des Palastbezirks. 21 Gerade damals nun machten Bigtan und Teresch, zwei königliche Eunuchen*, die die Torwache befehligten, eine Verschwörung. Sie waren unzufrieden mit dem König und beschlossen, ihn umzubringen. Mordechai, der ja ebenfalls dort im Tor war, 22 erfuhr davon und sagte es Königin Ester, die es in seinem Auftrag sofort dem König meldete. 23 Die Sache wurde untersucht, die Verschwörung aufgedeckt und die beiden Schuldigen wurden an den Galgen gehängt. Der König ließ den Vorfall in die amtliche Chronik eintragen.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

Ester 1

1 Es war in der Zeit, als König Xerxes über das Perserreich herrschte, ein Reich aus 127 Provinzen, das von Indien bis Äthiopien reichte; 2 sein Königsthron stand in der Stadt Susa. 3 In seinem dritten Regierungsjahr gab er ein Fest für alle führenden Männer des gesamten Reiches. Die hochrangigen Offiziere aus Persien und Medien, der hohe Adel und die Statthalter aller Provinzen nahmen daran teil. 4 Volle sechs Monate stellte der König seine Macht und seinen unermesslichen Reichtum vor ihnen zur Schau.
5 Anschließend veranstaltete der König ein Fest für alle Bewohner des Palastbezirks, vom vornehmsten bis zum geringsten. Sieben Tage lang wurde im Schlosspark gefeiert. 6 Zwischen Alabastersäulen waren weiße und blaue Vorhänge aus kostbaren Stoffen aufgehängt, befestigt mit weißen und purpurroten Schnüren und silbernen Ringen. Polsterbetten mit goldenen und silbernen Füßen standen auf dem kostbaren Fußboden aus verschiedenfarbigen Steinplatten.
7 Getrunken wurde aus goldenen Bechern, von denen keiner dem andern glich; Wein gab es in Fülle aus den königlichen Kellern. 8 Alle konnten trinken, so viel sie wollten; aber niemand wurde dazu gezwungen. Der König hatte die Diener angewiesen, sich ganz nach den Wünschen der Gäste zu richten.
Die Königin fällt in Ungnade
9 Königin Waschti veranstaltete gleichzeitig im Palast des Königs ein Fest für die Frauen. 10 Am siebten Tag des Festes rief König Xerxes die sieben Eunuchen* zu sich, die ihn persönlich bedienten: Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta, Abagta, Setar und Karkas. In seiner Weinlaune befahl er ihnen, 11 die Königin im Schmuck ihrer Krone herzubringen. Alle seine Gäste, die führenden Männer seines Reiches ebenso wie die Bewohner des Palastbezirks, sollten ihre außerordentliche Schönheit bewundern.
12 Aber Königin Waschti weigerte sich, dem Befehl des Königs zu gehorchen. Da packte den König der Zorn. 13 Sofort besprach er sich mit seinen Ratgebern, weisen Männern, die sich auf den Lauf der Gestirne verstanden und über das Recht Bescheid wussten. 14 Es waren Karschena, Schetar, Admata, Tarschisch, Meres, Marsena und Memuchan. Diese sieben Fürsten der Perser und Meder hatten den höchsten Rang nach dem König. Sie waren seine engsten Vertrauten und durften jederzeit bei ihm vorsprechen.
15 Er sagte zu ihnen: »Ich habe meine Diener mit einem Befehl zur Königin Waschti gesandt, aber sie hat ihn nicht befolgt. Was soll nach dem Gesetz mit ihr geschehen?«
16 Memuchan antwortete: »Königin Waschti hat sich nicht nur am König vergangen, sondern auch an seinen Fürsten, ja am ganzen Volk in allen Provinzen des Reiches. 17 Was sie getan hat, wird sich unter allen Frauen herumsprechen. Sie werden auf ihre Männer herabsehen und sagen: ‘König Xerxes befahl der Königin Waschti, vor ihm zu erscheinen; aber sie weigerte sich.’ 18 Die Frauen der Fürsten im Reich haben es gehört und sie werden sich schon heute ihren Männern gegenüber darauf berufen. Das wird eine Menge böses Blut geben.
19 Wenn der König es für richtig hält, sollte er einen königlichen Befehl erlassen, dass Waschti nie wieder vor ihm erscheinen darf. Dies müsste unter die Gesetze der Meder und Perser aufgenommen werden, die unwiderruflich sind. Und dann sollte der König an ihrer Stelle eine andere zur Königin machen, die diese Würde auch verdient. 20 Wenn dieser Beschluss des Königs in seinem ganzen Reich bekannt wird, werden alle Frauen, von den vornehmsten bis zu den einfachsten Familien, ihren Männern den schuldigen Respekt erweisen.«
21 Dem König und seinen Fürsten gefiel dieser Rat gut. Wie Memuchan vorgeschlagen hatte, 22 schickte der König einen Erlass in alle Provinzen seines Reiches, jeweils in der Schrift und Sprache des betreffenden Landes. Auf diese Weise wollte er sicherstellen, dass jeder Mann in seinem Haus der Herr bleibt.
Eine neue Königin wird gesucht

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Nehemia 13

1 Zu dieser Zeit las man dem Volk öffentlich aus dem Gesetzbuch Moses vor. Dabei stieß man auch auf die Vorschrift: »Kein Ammoniter oder Moabiter darf zur Gemeinde Gottes gehören.
2 Denn diese Völker haben sich geweigert, den Israeliten, als sie aus Ägypten kamen, Brot und Wasser zu geben; der Moabiterkönig hat sogar dem Magier Bileam Geld geboten, damit er sie verfluchen sollte. Aber unser Gott verwandelte den Fluch in Segen.«

3 Als die Leute diese Stelle aus dem Gesetz hörten, schlossen sie alle Fremden, die sich unter sie gemischt hatten, aus der Gemeinde Israel aus.

4-5 Einige Zeit davor war Folgendes geschehen: Der Priester Eljaschib, der Verantwortliche für die Nebenräume beim Haus unseres Gottes, hatte seinem Verwandten Tobija einen großen Raum im Tempelbereich zur Verfügung gestellt. Dort war ursprünglich das Mehl für die Speiseopfer gelagert worden, auch Weihrauch und die entsprechenden Tempelgeräte sowie die Abgaben von Getreide, Wein und Olivenöl, die den Leviten, den Sängern und Torwächtern zustanden, einschließlich des Anteils für die Priester.
6 Dies hatte sich zugetragen, als ich nicht in Jerusalem war. Denn im 32. Regierungsjahr des Königs Artaxerxes von Babylon war ich dorthin an den Königshof zurückgekehrt. Nach einiger Zeit bat ich den König um die Erlaubnis, wieder nach Jerusalem zu gehen.
7-8 Dort angekommen sah ich, was Eljaschib angerichtet hatte. Ich war entrüstet, dass er Tobija einen Raum im Vorhof des Hauses Gottes gegeben hatte, und ließ alles hinauswerfen, was Tobija gehörte.
9 Dann befahl ich, den Raum samt den angrenzenden Räumen zu reinigen und die Tempelgeräte, das Mehl für die Speiseopfer und den Weihrauch wieder hineinzubringen.
10 Ich erfuhr auch, dass die Abgaben für den Unterhalt der Leviten nicht abgeliefert worden waren. Deshalb hatten die Leviten und die Sänger ihren Dienst am Tempel verlassen und jeder war auf seine Felder gegangen, um sie zu bestellen.
11 Da zog ich die Ratsherren zur Rechenschaft und hielt ihnen vor: »Wie konnte es dahin kommen, dass das Haus Gottes vernachlässigt wird?« Dann holte ich die Leviten zurück und stellte sie wieder an ihre Arbeit.

12 Nun brachten alle Leute aus Judäa auch wieder den Zehnten Teil von ihrem Getreide, dem Wein und dem Olivenöl in die Vorratsräume.
13 Die Aufsicht über die Vorräte übertrug ich dem Priester Schelemja, dem Schreiber Zadok und dem Leviten Pedaja. Als Helfer stellte ich ihnen Hanan, den Sohn von Sakkur und Enkel von Mattanja, zur Seite. Sie waren als zuverlässige Männer bekannt und bekamen deshalb den Auftrag, die Lebensmittel an ihre Amtsbrüder zu verteilen.

14 Denk an mich, mein Gott, und rechne es mir an! Streiche die guten Taten nicht aus deinem Buch, die ich für dein Haus und die Ordnung seines Dienstes getan habe!
15 In jener Zeit sah ich Leute, die am Sabbat arbeiteten. Die einen zerstampften mit den Füßen Weintrauben in der Kelter, andere füllten Getreide ab und luden es auf Esel, dazu Wein, Weintrauben, Feigen und andere Lasten, und brachten es alles am Sabbat nach Jerusalem hinein. Ich verwarnte sie, als sie es an diesem Tag verkaufen wollten.
16 Es gab auch Leute aus Tyrus, die sich bei uns niedergelassen hatten; die führten von dort Fische und andere Waren ein und verkauften sie auch am Sabbat an die Leute von Judäa und Jerusalem.
17 Da zog ich die Männer der ersten Familien in Judäa zur Rechenschaft und hielt ihnen vor: »Was fällt euch ein, so etwas Verwerfliches zu tun! Ihr schändet den Sabbat!
18 Genau dasselbe haben eure Vorfahren gemacht, darum hat unser Gott all das Unglück über uns und über diese Stadt gebracht. Wollt ihr, dass durch eure Sabbatschändung sein Zorn auf Israel noch größer wird?«

19 Deshalb gab ich Befehl, am Vorabend des Sabbats die Tore Jerusalems zu schließen, sobald es in den Torgängen anfing zu dunkeln, und sie erst wieder zu öffnen, wenn der Sabbat vorüber war. Ich stellte einige meiner Leute an die Tore, um zu verhindern, dass irgendeine Warenladung am Sabbat in die Stadt kam.

20 Kaufleute und Händler, die mit allen möglichen Waren handelten, übernachteten daraufhin ein- oder zweimal direkt vor Jerusalem.
21 Ich verwarnte sie und sagte: »Warum übernachtet ihr vor der Stadtmauer? Wenn es noch einmal vorkommt, lasse ich euch festnehmen.« Von da an kamen sie am Sabbat nicht wieder.

22 Den Leviten befahl ich, sie sollten sich vorbereiten, damit sie rein seien; dann sollten sie sich an den Toren aufstellen und darüber wachen, dass der Sabbat als heiliger Tag geachtet werde.
Denk an mich, mein Gott, und rechne mir auch dies an! Sei mir gnädig in deiner grenzenlosen Güte!

23 Damals wurde ich auf einige Judäer aufmerksam, die Frauen aus der Philisterstadt Aschdod und von den Ammonitern und Moabitern geheiratet hatten.
24 Die Hälfte ihrer Kinder kannte nur die Sprache von Aschdod oder einem anderen der fremden Völker, aber die Sprache der Juden konnten sie nicht sprechen.
25 Ich zog die Männer zur Rechenschaft und verfluchte sie; einige von ihnen schlug ich, zerrte sie an den Haaren und beschwor sie bei Gott: »Ihr dürft eure Töchter nicht mit ihren Söhnen verheiraten und von ihren Töchtern keine als Frau für euch oder eure Söhne nehmen!
26 Ihr wisst doch, dass König Salomo sich gerade dadurch versündigt hat. Unter den Königen der anderen Völker gab es keinen, der sich mit ihm vergleichen konnte. Er war der Liebling Gottes; Gott machte ihn zum König über ganz Israel. Und sogar ihn haben die fremden Frauen dazu verführt, Gott untreu zu werden.
27 Ist es nicht unerhört, dass ihr nun genau dasselbe Unrecht begeht und unserem Gott untreu werdet und fremde Frauen heiratet!«

28 Einer von den Söhnen des Obersten Priesters Jojada, des Sohnes von Eljaschib, war mit einer Tochter des Horoniters Sanballat verheiratet. Den jagte ich aus meinem Gebiet.
29 Mein Gott, vergiss diesen Leuten nicht, wie sie den Priesterstand entehrt und den Bund gebrochen haben, den du mit den Priestern und Leviten geschlossen hast!
30 So reinigte ich unser Volk von allen fremden Einflüssen. Ich stellte Dienstordnungen für die Priester und die Leviten auf und legte für jeden Einzelnen seine Aufgaben fest.
31 Ich regelte auch die vereinbarten Brennholzlieferungen und die Abgaben der ersten Früchte.
Denk doch an mich, mein Gott, und lass mir all das zugute kommen!

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Nehemia 12

1 Folgende Priester und Leviten kehrten mit Serubbabel, dem Sohn Schealtiëls, und mit Jeschua aus der Verbannung heim:
Priester: Seraja, Jirmeja, Esra,
2 Amarja, Malluch, Hattusch,
3 Schechanja, Harim, Meremot,
4 Iddo, Ginneton, Abija,
5 Mijamin, Maadja, Bilga,
6 Schemaja, Jojarib, Jedaja,
7 Sallu, Amok, Hilkija und Jedaja. Dies waren die führenden Priester und ihre Brüder während der Amtszeit Jeschuas.

8 Leviten: Jeschua, Binnui, Kadmiël, Scherebja, Juda und Mattanja. Diese waren zuständig für den Gesang.
9 Weiter Bakbukja und Unni. Sie und ihre Verwandten bildeten den Chor, der die Antworten sang.
10 Jeschua zeugte Jojakim, Jojakim zeugte Eljaschib, Eljaschib zeugte Jojada,
11 Jojada zeugte Jonatan, Jonatan zeugte Jaddua.

12-21 Zur Zeit Jojakims waren folgende Priester die Oberhäupter ihrer Sippen:
in der Sippe Seraja: Meraja in der Sippe Jirmeja: Hananja in der Sippe Esra: Meschullam in der Sippe Amarja: Johanan in der Sippe Malluch: Jonatan in der Sippe Schebanja: Josef in der Sippe Harim: Adna in der Sippe Meremot: Helkai in der Sippe Iddo: Secharja in der Sippe Ginneton: Meschullam in der Sippe Abija: Sichri in der Sippe Mijamin: N. in der Sippe Maadja: Piltai in der Sippe Bilga: Schammua in der Sippe Schemaja: Jonatan in der Sippe Jojarib: Mattenai in der Sippe Jedaja: Usi in der Sippe Sallu: Kallai in der Sippe Amok: Eber in der Sippe Hilkija: Haschabja in der Sippe Jedaja: Netanel
22 Von den Leviten, die während der Amtszeit der Priester Eljaschib, Jojada, Johanan und Jaddua Dienst taten, wurden die Sippenoberhäupter in Listen erfasst, ebenfalls die Sippenoberhäupter der Priester während der Regierungszeit des Perserkönigs Darius.
23 Die Sippenoberhäupter der Leviten bis zur Amtszeit Johanans, des Sohnes von Eljaschib, sind in der amtlichen Chronik verzeichnet.

24-25 Sippenoberhäupter der Leviten waren: Haschabja, Scherebja und Jeschua, der Sohn Kadmiëls. Sie und ihre Verwandten Mattanja, Bakbukja und Obadja standen einander in zwei Chören gegenüber und priesen und dankten Gott im Wechselgesang, wie es David, der Mann Gottes, angeordnet hatte.
Meschullam, Talmon und Akkub waren Torwächter; sie bewachten die Vorratsräume bei den Toren des Tempels.

26 Alle diese Männer lebten und wirkten gleichzeitig mit dem Priester Jojakim, dem Sohn von Jeschua und Enkel von Jozadak, mit Nehemia, dem Statthalter, und mit Esra, dem Priester und Lehrer des Gesetzes.

27 Zur Einweihung der Stadtmauer wurden die Leviten aus dem ganzen Land nach Jerusalem geholt. Sie sollten die Feier mit Lobliedern und der festlichen Musik von Becken, Harfen und Lauten begleiten.
28-29 Die Sänger kamen aus den Dörfern rings um Jerusalem, wo sie sich angesiedelt hatten, und des Weiteren aus den Siedlungen von Netofa, aus Bet-Gilgal und aus der Gegend von Geba und Asmawet.
30 Die Priester und Leviten besprengten sich selbst mit Reinigungswasser, dann besprengten sie auch das Volk, die Mauer und die Tore.
31 Darauf ließ ich – berichtet Nehemia – die führenden Männer von Judäa auf die Mauer steigen und stellte zwei große Festchöre zusammen. Der erste zog oben auf der Mauer nach rechts dem Misttor zu.
32 Hinter den Sängern ging Hoschaja mit der einen Hälfte der führenden Männer.
33-35 Danach kamen die Priester Asarja, Esra, Meschullam, Juda, Benjamin, Schemaja und Jirmeja. Sie bliesen Trompeten. Ihnen folgten die Leviten: Secharja, der über Jonatan, Schemaja, Mattanja, Michaja und Sakkur von Asaf abstammte,
36 sowie seine Mitbrüder Schemaja, Asarel, Milalai, Gilalai, Maai, Netanel, Juda und Hanani. Sie trugen Saiteninstrumente, wie sie einst König David, der Mann Gottes, gespielt hatte. An ihrer Spitze ging Esra, der Lehrer des Gesetzes.
37 Sie gingen weiter zum Quelltor und stiegen dann auf dem ansteigenden Mauerstück zur Davidsstadt hinauf; am ehemaligen Palast Davids vorbei kamen sie zum Wassertor im Osten der Stadt.

38 Den zweiten Festchor mit der anderen Hälfte der führenden Männer begleitete ich selbst. Wir zogen auf der Mauer in entgegengesetzter Richtung zum Ofentor und zur »Breiten Mauer«,
39 dann über das Efraïmtor, das Jeschana-Tor, das Fischtor und weiter am Hananel-Turm und am »Turm der Hundert« vorbei zum Schafstor; am Wachttor machten wir Halt.
40-41 Nun stellten sich die beiden Chöre im Vorhof des Tempels auf. Auf meiner Seite standen außer der zweiten Hälfte der führenden Männer die Priester Eljakim, Maaseja, Mijamin, Michaja, Eljoënai, Secharja und Hananja mit Trompeten.
42 Daneben standen die Leviten Maaseja, Schemaja, Eleasar, Usi, Johanan, Malkija, Elam und Eser. Unter der Leitung von Jisrachja stimmten die Sänger ihren Lobgesang an.
43 Anschließend wurden eine Menge Tiere für das Opfermahl geschlachtet. Alle waren fröhlich, denn Gott hatte ihr Werk gelingen lassen. Auch die Frauen und Kinder freuten sich und der Jubel Jerusalems war weithin zu hören.

44 Damals wurden auch Aufseher für die Vorratsräume angestellt, in denen alle Vorräte und Abgaben gelagert wurden, die ersten Früchte der Ernte und der zehnte Teil aller Erträge. Von allem, was auf den Feldern rings um die Städte geerntet wurde, sollte der gesetzlich festgelegte Anteil in die Vorratsräume gebracht werden, als Abgabe für die Priester und die Leviten. Die Leute von Judäa befolgten die Anordnung willig; denn sie hatten ihre Freude an den Priestern und Leviten, die den Dienst am Tempel versahen,
45 ihrem Gott die Opfer darbrachten und die Reinigungshandlungen vollzogen.
Auch die Sänger und die Torwächter verrichteten ihren Dienst nach den Anordnungen Davids und seines Sohnes Salomo.
46 Damals, zur Zeit Davids, war Asaf der Vorsteher der Sänger, die Gott mit ihren Liedern priesen und ihm dankten.
47 Zur Zeit Serubbabels wie zur Zeit Nehemias lieferten alle Israeliten ohne Ausnahme die Abgaben, die den Sängern und Torwächtern für ihren täglichen Unterhalt zustanden. Die Leute brachten die Gaben, die dem HERRN geweiht waren, zu den Leviten, die den vorgeschriebenen Anteil an die Priester abgaben.

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Nehemia 11

1 Die führenden Familien des Volkes wohnten schon in Jerusalem. Aus der übrigen Bevölkerung wurde durch das Los jede zehnte Familie dazu bestimmt, in Jerusalem, der Heiligen Stadt, zu wohnen. Die anderen Familien konnten in ihren Städten und Dörfern bleiben.
2 Jede Familie, die darüber hinaus freiwillig nach Jerusalem zog, wurde öffentlich gelobt.

3 Die folgende Liste verzeichnet die Sippenhäupter der Provinz Judäa, die in Jerusalem und den Städten von Judäa wohnten, jeweils auf ihrem Erbbesitz. Sie umfasst die Angehörigen des Volkes, die Priester, die Leviten, die Tempeldiener und die Nachkommen der Sklaven Salomos.
4 Aus dem Stamm Juda: Ataja, der Sohn von Usija; er stammte über Secharja, Amarja, Schefatja und Mahalalel von Judas Sohn Perez ab.
5 Maaseja, der Sohn Baruchs; er stammte über Kolhose, Hasaja, Adaja, Jojarib und Secharja von Judas Sohn Schela ab.
6 Insgesamt wohnten 468 Nachkommen von Perez in Jerusalem, sie waren alle kriegstüchtige Männer.

7 Aus dem Stamm Benjamin: Sallu, der Sohn von Meschullam; seine weiteren Vorfahren waren Joëd, Pedaja, Kolaja, Maaseja, Itiël und Jeschaja.
8 Außerdem Gabbai und Sallai. Insgesamt waren es 928.
9 Ihr Anführer war Joël, der Sohn von Sichri; zu ihnen gehörte auch Juda, der Sohn von Senua, der zweite Stadtvorsteher.

10 Von den Priestern: Jedaja, der Sohn von Jojarib, sowie Jachin.
11 Seraja, der Sohn von Hilkija, der Vorsteher des Tempels; seine weiteren Vorfahren waren Meschullam, Zadok, Merajot und Ahitub.
12 Zusammen mit ihren Verwandten gehörten zu diesen Sippen insgesamt 822, die den Priesterdienst am Tempel verrichteten. Adaja, der Sohn von Jeroham; seine weiteren Vorfahren waren Pelalja, Amzi, Secharja, Paschhur und Malkija.
13 Zusammen mit seinen Verwandten waren es 242 Familienoberhäupter. Amaschsai, der Sohn von Asarel; seine weiteren Vorfahren waren Achsai, Meschillemot und Immer.
14 Zusammen mit ihren Verwandten waren es 128 kriegstüchtige Männer. Ihr Anführer war Sabdiël, der Sohn von Haggedolim.

15 Von den Leviten: Schemaja, der Sohn von Haschub; seine weiteren Vorfahren waren Asrikam, Haschabja und Bunni.
16 Schabbetai und Josabad, Sippenoberhäupter, die für die Verwaltungsaufgaben am Tempel verantwortlich waren.
17 Mattanja, der Sohn von Micha und Enkel von Sabdi, ein Nachkomme Asafs; er leitete den Lobgesang und stimmte beim Gebet den Dankruf an; Bakbukja, einer seiner Verwandten, war sein Stellvertreter. Abda, der Sohn von Schammua und Enkel von Galal, ein Nachkomme Jedutuns.
18 Insgesamt wohnten 284 Leviten in der Heiligen Stadt.

19 Torwächter: Akkub und Talmon und ihre Verwandten, die die Tempeltore bewachten, insgesamt 172.

20 Die übrigen Israeliten, einschließlich der Priester aus der Nachkommenschaft von Levi, wohnten alle auf ihrem Grundbesitz in den Städten und Dörfern Judäas.

21 Die Tempeldiener wohnten in Jerusalem auf dem Ofel. Sie arbeiteten unter der Aufsicht von Ziha und Gischpa.
22 Vorsteher der Leviten in Jerusalem war Usi, der Sohn von Bani; seine weiteren Vorfahren waren Haschabja, Mattanja und Micha. Er gehörte zu den Nachkommen Asafs, die beim Gottesdienst im Tempel für Musik und Gesang zuständig waren.
23 Eine königliche Anordnung regelte ihren Dienst für jeden Tag.

24 Petachja, der Sohn Meschesabels, ein Nachkomme von Serach, dem Sohn von Juda, beriet den König in allen Fragen, die das Volk betrafen.

25 Weil sie Weideplätze in der Umgebung hatten, wohnten Leute vom Stamm Juda in folgenden Landstädten: Kirjat-Arba mit den dazugehörigen Dörfern, Dibon mit den dazugehörigen Dörfern, Kabzeel mit den dazugehörigen Gehöften,
26 Jeschua, Molada, Bet-Pelet,
27 Hazar-Schual, Beerscheba mit seinen Dörfern,
28 Ziklag, Mechona mit seinen Dörfern,
29 En-Rimmon, Zora, Jarmut;
30 weiter Sanoach und Adullam mit den dazugehörigen Gehöften, Lachisch und das dazugehörige Gebiet sowie Aseka und seine Dörfer. Das Siedlungsgebiet der Leute vom Stamm Juda reichte von Beerscheba im Süden bis zum Hinnom-Tal im Norden.

31 Wohnorte der Leute vom Stamm Benjamin waren: Geba, Michmas, Aja, Bet-El mit seinen Dörfern,
32 Anatot, Nob, Ananeja,
33 Hazor, Rama, Gittajim,
34 Hadid, Zeboim, Neballat,
35 Lod, Ono und das Tal der Handwerker.

36 Einige Gruppen von Leviten aus dem Gebiet von Juda ließen sich im Gebiet von Benjamin nieder.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

Nehemia 10

1 »Wegen all dessen«, erklärten die Leviten für alle Anwesenden, »gehen wir jetzt eine bindende Verpflichtung ein und halten sie schriftlich fest. Unsere führenden Männer, unsere Leviten und unsere Priester setzen ihre Namen unter die Urkunde, die dann eingerollt und versiegelt wird.
2 Folgende Personen setzen ihre Namen darunter:
Nehemia, der Statthalter, der Sohn von Hachalja, danach die Priester: Zidkija,
3-9 Seraja, Asarja, Jirmeja, Paschhur, Amarja, Malkija, Hattusch, Schebanja, Malluch, Harim, Meremot, Obadja, Daniel, Ginneton, Baruch, Meschullam, Abija, Mijamin, Maasja, Bilga und Schemaja;
10-14 danach die Leviten: Jeschua, der Sohn von Asanja, Binnui aus der Sippe Henadad sowie Kadmiël, ferner ihre Brüder Schebanja, Hodija, Kelita, Pelaja, Hanan, Micha, Rehob, Haschabja, Sakkur, Scherebja, Schebanja, Hodija, Bani und Beninu;

15-28 danach die führenden Männer des Volkes: Parosch, Pahat-Moab, Elam, Sattu, Bani, Bunni, Asgad, Bebai, Adonija, Bigwai, Adin, Ater, Hiskija, Asur, Hodija, Haschum, Bezai, Harif, Anatot, Nebai, Magpiasch, Meschullam, Hesir, Meschesabel, Zadok, Jaddua, Pelatja, Hanan, Anaja, Hoschea, Hananja, Haschub, Lohesch, Pilha, Schobek, Rehum, Haschabna, Maaseja, Ahija, Hanan, Anan, Malluch, Harim und Baana.

29-30 Das ganze übrige Volk schließt sich seinen Brüdern, den ranghöchsten Männern, an, ebenso die restlichen Priester und Leviten, die Torwächter, Sänger, Tempeldiener und alle, die sich von den nichtisraelitischen Volksgruppen im Land getrennt haben, um das Gesetz Gottes zu befolgen, dazu ihre Frauen und alle von ihren Söhnen und Töchtern, die alt genug sind, um zu verstehen, worum es geht.
Sie alle verpflichten sich durch einen Eid, sich an das Gesetz zu halten, das Gott uns durch Mose, seinen Bevollmächtigten, gegeben hat, und alle Gebote, Vorschriften und Anweisungen des HERRN, unseres Gottes, zu befolgen.«

31 »Insbesondere verpflichten wir uns:
Wir verheiraten unsere Töchter nicht an Angehörige fremder Volksgruppen im Land und nehmen von ihnen keine Frauen für unsere Söhne.
32 Wenn diese Fremden ihr Getreide oder andere Waren am Sabbat oder an einem anderen Feiertag zum Verkauf anbieten, kaufen wir nichts.
Jedes siebte Jahr begehen wir das Erlassjahr: Wir lassen das Land brachliegen und erlassen alle Schulden.
33 Jedes Jahr zahlen wir ein Drittel-Silberstück für den Dienst im Tempel unseres Gottes:
34 für die geweihten Brote, die regelmäßigen täglichen Speise- und Brandopfer, für die Opfer am Sabbat, am Neumondstag und an den anderen Festtagen, für die geweihten Gaben und für die Opfer, die die Schuld Israels wegnehmen sollen, und für alle Dienste am Tempel unseres Gottes.

35 Zusammen mit den Priestern und Leviten losen wir jährlich aus, welche Sippen zu den festgesetzten Zeiten dem Tempel Brennholz liefern müssen für die Opfer, die auf dem Altar des HERRN, unseres Gottes, verbrannt werden, wie es im Gesetz vorgeschrieben ist.
36 Jedes Jahr bringen wir die ersten Früchte unserer Felder und Fruchtbäume zum Tempel des HERRN.
37 Wie es im Gesetz vorgeschrieben ist, bringen wir unsere erstgeborenen Söhne und die Erstgeburten unserer Kühe, Schafe und Ziegen zu den Dienst tuenden Priestern im Tempel unseres Gottes.
38 Wir bringen den Priestern den Brotteig, den wir vom ersten Getreide des Jahres machen, sowie die besten Früchte unserer Bäume, den ersten Wein und das erste Olivenöl. Alle diese Gaben liefern wir ihnen in den Vorratsräumen am Tempel unseres Gottes ab.
Den zehnten Teil vom Ertrag unserer Felder geben wir den Leviten – denen nämlich, die in allen Ortschaften, wo wir die Felder bestellen, den Zehnten einsammeln.
39 Ein Priester, ein Nachkomme Aarons, soll bei den Leviten sein, wenn sie den Zehnten in Empfang nehmen. Den zehnten Teil von diesem Zehnten sollen die Leviten an den Tempel abliefern und dort in die Räume des Vorratshauses bringen.
40 In diese Räume müssen die Leute von Israel und die Leviten alle Abgaben an Getreide, Wein und Olivenöl bringen. Dort befinden sich alle Geräte für den Tempeldienst, dort halten sich auch die Dienst tuenden Priester, Torwächter und Sänger auf.
Wir werden das Haus unseres Gottes nicht vernachlässigen.«

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Nehemia 9

1 Am 24. Tag desselben Monats versammelten sich die Israeliten zu einem Fasttag. Sie hatten den Sack angelegt und sich Erde auf den Kopf gestreut.
2 Alle, die als Nachkommen Jakobs zu Israel gehörten, trennten sich ausdrücklich von allen Fremden und traten vor den HERRN, um ihre Schuld und die Schuld ihrer Vorfahren zu bekennen.
3 Sie erhoben sich von ihren Plätzen und drei Stunden lang wurde ihnen aus dem Gesetzbuch des HERRN, ihres Gottes, vorgelesen. Dann warfen sie sich vor dem HERRN nieder und bekannten ihm ihre Verfehlungen, ebenfalls drei Stunden lang.
4 Auf dem Podium der Leviten erhoben sich Jeschua, Bani, Kadmiël, Schebanja, Bunni, Scherebja, Bani und Kenani. Sie riefen mit lauter Stimme zum HERRN, ihrem Gott.
5 Die Leviten Jeschua, Kadmiël, Bani, Haschabneja, Scherebja, Hodija, Schebanja und Petachja aber sagten zum Volk: »Auf, preist den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit!«
6 Und die Leviten beteten dem Volk vor:
»Dein großer Name, HERR, sei gepriesen! Alles Preisen und Rühmen der Menschen reicht nicht an ihn heran. Du, HERR, allein bist Gott! Du hast den Himmel geschaffen, die Himmelswelt mit dem Heer der Engel. Du hast die Erde und das Meer geschaffen und alle Geschöpfe, die dort leben. Ihnen allen hast du das Leben geschenkt und die Himmelsmächte beten dich an!
7 Du, HERR, unser Gott, erwähltest Abram und holtest ihn heraus aus Ur in Chaldäa; du gabst ihm den Namen Abraham.
8 Du sahst, dass er in Treue zu dir hielt, und schlossest einen Bund mit ihm und gabst ihm dabei das Versprechen: ‘Deinen Nachkommen gebe ich das Land, in dem die Kanaaniter wohnen, die Hetiter und die Amoriter, die Perisiter, Jebusiter und Girgaschiter.’ Und du hast dein Versprechen gehalten, auf dich ist in allem Verlass!
9 Unsere Vorfahren wurden unterdrückt in Ägypten – du sahst es und griffest ein. Am Schilfmeer schrien sie zu dir um Hilfe – du hörtest es und schicktest Rettung.
10 Der Pharao, seine Minister und sein Volk behandelten unsere Väter mit Hochmut. Da zeigtest du ihnen deine Macht und ließest sie deine gewaltigen Taten spüren. So machtest du dir einen großen Namen, er wird gerühmt bis zum heutigen Tag.
11 Vor den Augen unserer Vorfahren zerteiltest du das Meer, trockenen Fußes zogen sie mitten hindurch. Doch ihre Verfolger stürztest du in die Fluten, wie Steine sanken sie in die Tiefe.
12 Du leitetest sie bei Tag durch eine Wolkensäule und nachts erhelltest du ihren Weg mit dem leuchtenden Schein der Feuersäule.
13 Du kamst hernieder auf den Berg Sinai, du sprachst zu ihnen vom Himmel her. Klare Ordnungen gabst du ihnen, Gesetze, die das Leben verlässlich regeln, mit guten Vorschriften und Geboten.
14 Du lehrtest sie, den Sabbat zu achten als heiligen Tag, der dir gehört; du gabst ihnen Vorschriften und Gebote und ein Gesetz durch deinen Diener Mose.
15 Als der Hunger sie plagte, gabst du ihnen Brot vom Himmel; aus dem Felsen ließest du Wasser strömen, um ihren Durst damit zu löschen. Dann befahlst du ihnen, das Land einzunehmen, das Land, das du ihnen zugesagt hattest mit zum Schwur erhobener Hand.
16 Doch unsere Vorfahren wurden übermütig, trotzig schlugen sie deine Weisungen in den Wind.
17 Sie weigerten sich, auf dich zu hören; nur allzu schnell vergaßen sie die Wunder, mit denen du ihnen geholfen hattest. Sie setzten es sich in den Kopf, zurückzukehren nach Ägypten, in die Sklaverei. Du aber bist ein Gott, der vergibt, voll Liebe und Erbarmen bist du, voll Geduld und von grenzenloser Güte. Du hast sie nicht im Stich gelassen,
18 nicht einmal, als sie sich das Stierbild gossen und sagten: ‘Das ist dein Gott, der dich aus Ägypten herausgeführt hat.’ Wie tief sie dich damit beleidigt haben!
19 Du aber, in deinem großen Erbarmen, hast sie dort in der Wüste nicht verlassen. Du nahmst die Wolkensäule nicht weg, sie blieb ihr Begleiter an jedem Tag; und die Feuersäule leuchtete ihnen, damit sie auch nachts ihren Weg erkannten.
20 Du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu rechter Einsicht zu führen. Auch weiterhin sättigtest du sie mit Manna und gabst ihnen Wasser für ihren Durst.
21 Vierzig Jahre, bei ihrem Zug durch die Wüste, versorgtest du sie mit dem, was sie brauchten. Ihre Kleider zerfielen nicht zu Lumpen, ihre Füße schwollen vom Gehen nicht an.
22 Du gabst Könige und Völker in ihre Macht, ein Land nach dem andern eroberten sie. Sie besetzten das Land des Königs Sihon von Heschbon und das Land Baschan, wo König Og regierte.
23 Du schenktest ihnen so viele Kinder, wie Sterne am Himmel stehen. Und du brachtest ihre Kinder in das Land, das schon die Väter in Besitz nehmen sollten nach deinem Befehl.
24 Nun kamen die Söhne hinein und nahmen es in Besitz. Die Kanaaniter, die früher dort wohnten, zwangst du vor ihnen in die Knie. Die Herrscher des Landes und ihre Völker, du gabst sie alle in ihre Hand, dass sie mit ihnen taten, was sie wollten.
25 Befestigte Städte nahmen sie ein, ein fruchtbares Land eroberten sie und Häuser, angefüllt mit reichem Gut, aus dem Felsen ausgehauene Zisternen, Weinberge und Olivengärten und Obstbäume in großer Zahl. Es ging ihnen gut, sie aßen und wurden satt und genossen die Fülle deiner Gaben.
26 Dann aber wurden sie widerspenstig und rebellierten gegen dich; sie kehrten deinem Gesetz den Rücken. Sie brachten deine Propheten um, die ihnen ihre Schuld vorhielten und sie mahnten, zu dir zurückzukehren. So kränkten sie dich immer von neuem.
27 Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde und sie wurden von ihnen hart bedrängt. Aber wenn sie vor Not nicht mehr weiterwussten, wenn sie laut zu dir um Hilfe schrien, dann erhörtest du sie vom Himmel her; denn dein Erbarmen ist ja so groß. Du sandtest ihnen starke Retter, die sie von ihren Unterdrückern befreiten.
28 Doch kaum hattest du ihnen Ruhe verschafft, da lehnten sie sich von neuem gegen dich auf, und du gabst sie in die Hand ihrer Feinde die ihnen hart zusetzten. Wieder schrien sie zu dir um Hilfe und du erhörtest sie vom Himmel her: Du erwiest ihnen dein Erbarmen und halfst ihnen wieder und wieder.
29 Du ermahntest sie, zurückzukehren und wieder auf dein Gesetz zu hören. Sie aber blieben übermütig und hielten sich nicht an deine Gebote. Sie missachteten deine Ordnungen, von denen du gesagt hattest: ‘Wer sie einhält, bewahrt sein Leben.’ Sie zeigten dir die kalte Schulter, trotzig boten sie dir die Stirn und weigerten sich, dir zu gehorchen.
30 Geduldig ertrugst du sie viele Jahre, du warntest sie durch deinen Geist, der deinen Propheten die Worte eingab; doch sie blieben für dich taub. Darum liefertest du sie schließlich aus an die Völker fremder Länder.
31 Aber weil dein Erbarmen so groß ist, hast du dennoch kein Ende mit ihnen gemacht und sie nicht verlassen, du Gott voller Liebe und Erbarmen!
32 Nun, Gott, unser Gott, du bist so groß, so mächtig und ehrfurchtgebietend! Du hast mit uns einen Bund geschlossen und stehst dazu mit unerschütterlicher Treue. Lass dir nun nicht gleichgültig sein, was an Leiden über uns gekommen ist! Unsere Könige und Führer haben gelitten, unsere Priester und Propheten, das ganze Volk, schon unsere Vorfahren haben gelitten, seit der Zeit der assyrischen Herrschaft bis heute!
33 Du warst im Recht, dir ist nichts vorzuwerfen, wenn uns dies alles getroffen hat; denn du bist treu geblieben, wir aber sind dir untreu geworden.
34 Unsere Könige und führenden Männer, unsere Priester und das ganze Volk, unsere Vorfahren, haben dein Gesetz nicht befolgt, auf deine Gebote nicht geachtet und deine Warnungen in den Wind geschlagen.
35 Du hattest ihnen ein eigenes Königreich gegeben und sie mit Wohltaten überschüttet, du hattest ihnen ein Land gegeben, das weit und reich vor ihnen lag. Sie aber weigerten sich, dir zu dienen und von ihrem Unrecht zu lassen.
36 Deshalb sind wir nun Sklaven, hier in diesem Land, das du unseren Vorfahren gegeben hast, damit sie all das Gute genießen, das es hervorbringt – Sklaven sind wir in diesem Land!
37 Sein Ertrag kommt den Königen zugute, die du über uns gesetzt hast zur Strafe für unsere Sünden. Sie sind die Herren über uns und unser Vieh und tun mit uns, was ihnen gefällt. Darum sind wir in so tiefer Not!«

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Nehemia 8

1 versammelte sich das ganze Volk vollzählig auf dem Platz vor dem Wassertor. Sie sagten zu Esra, dem Lehrer des Gesetzes: »Bring doch das Buch her, in dem das Gesetz steht, das der HERR den Israeliten durch Mose gegeben hat!«
2 Da brachte der Priester Esra das Gesetzbuch vor die Gemeinde, die Männer und Frauen und alle Kinder, die es schon verstehen konnten. Am 1. Tag des 7. Monats,
3 vom frühen Morgen bis zum Mittag, verlas er das Gesetzbuch auf dem Platz vor dem Wassertor und das ganze Volk hörte gespannt auf die Worte des Buches.
4 Esra, der Lehrer des Gesetzes, stand dabei auf einem hölzernen Podest, das man zu diesem Zweck errichtet hatte. Neben ihm standen auf der rechten Seite Mattitja, Schema, Anaja, Urija, Hilkija und Maaseja, auf der linken Pedaja, Mischaël, Malkija, Haschum, Haschbaddana, Secharja und Meschullam.
5 Esra öffnete die Buchrolle, und weil er höher stand als das Volk, konnten es alle sehen. Da stand das ganze Volk auf.
6 Zuerst pries Esra den HERRN, den großen Gott, und alle antworteten mit zum Gebet erhobenen Händen: »Amen, Amen!« Sie warfen sich auf die Knie und berührten mit der Stirn die Erde, um dem HERRN Ehre zu erweisen.
7 Die Leviten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan und Pelaja gingen zu den Leuten hin und halfen ihnen, das Gelesene zu verstehen.
8 Sie gaben eine mündliche Übersetzung des Gesetzes und erklärten es den Leuten so, dass sie es verstehen konnten.
9 Als das Volk die strengen Forderungen des Gesetzes hörte, fingen alle an laut zu weinen. Da sagten der Statthalter Nehemia, der Priester und Lehrer Esra und die Leviten zu ihnen: »Seid nicht traurig und weint nicht! Heute ist ein heiliger Tag, ein Festtag zur Ehre des HERRN, eures Gottes!«
10 Esra sagte zu ihnen: »Geht nun, esst und trinkt! Nehmt das Beste, was ihr habt, und gebt auch denen etwas, die nichts haben. Der heutige Tag ist ein Festtag zur Ehre des HERRN! Macht euch keine Sorgen, denn die Freude am HERRN umgibt euch wie eine schützende Mauer.«
11 Auch die Leviten redeten den Leuten zu: »Beruhigt euch, denn dieser Tag ist ein Festtag des HERRN! Macht euch nur keine Sorgen!«
12 Da gingen alle nach Hause und feierten ein großes Freudenfest. Sie aßen und tranken und teilten ihr Festmahl mit denen, die nichts hatten. Denn sie hatten begriffen, was ihnen vorgelesen worden war.
13 Am zweiten Tag kamen die Sippenoberhäupter des ganzen Volkes mit den Priestern und den Leviten zu Esra, dem Lehrer, um die Worte des Gesetzes noch genauer zu studieren.
14 Da fanden sie im Gesetz, was Mose auf Befehl des HERRN geschrieben hatte:
»Die Israeliten sollen während des Festes im siebten Monat in Laubhütten wohnen
15 und sie sollen in Jerusalem und in allen ihren Städten ausrufen und bekannt machen: ‘Geht auf die umliegenden Berge und holt frische Zweige von edlen und wilden Ölbäumen, Myrten, Dattelpalmen und anderen dicht belaubten Bäumen, damit wir Laubhütten bauen können, wie das Gesetz es vorschreibt!’«
16 Da ging das Volk hinaus, holte Zweige und baute sich Laubhütten, die einen auf den flachen Dächern ihrer Häuser, andere in ihren Höfen, in den Vorhöfen des Tempels und auf den freien Plätzen am Wassertor und am Efraïmtor.
17 Die ganze Gemeinde der Heimkehrer baute Laubhütten und wohnte in ihnen. Das hatten die Israeliten seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuns, bis zu diesem Tag nicht mehr getan. Alle waren glücklich und voller Freude.
18 Täglich, vom ersten bis zum letzten Festtag, las Esra laut aus dem Gesetzbuch Gottes vor. Sieben Tage wurde das Fest gefeiert. Am achten Tag fand die im Gesetz vorgeschriebene Festversammlung statt.

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Erneuert durch sein Wort