Erneuert durch sein Wort

2. Chronik 14

1 Asa tat, was vor dem HERRN, seinem Gott, gut und recht ist.
2 Er ließ die Altäre und Opferstätten der fremden Götter zerstören, die geweihten Steinmale in Stücke schlagen und die geweihten Pfähle umhauen.
3 Er forderte das Volk von Juda auf, dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, zu gehorchen und sein Gesetz mit allen seinen Geboten zu befolgen.
4 Auch in den anderen Städten Judas beseitigte er die Opferstätten der fremden Götter und die Räucheraltäre.
In diesen Jahren hatte das Land Frieden,
5 weil der HERR dafür sorgte, dass Asa von keiner Seite angegriffen wurde. Er nutzte diese Zeit, um eine Reihe von Städten in Juda zu befestigen.
6 Er sagte zu den Leuten von Juda: »Lasst uns diese Städte ausbauen und sie durch Mauern mit Türmen und durch Tore mit starken Riegeln sichern. Noch haben wir freie Hand in unserem Land. Wir haben uns bemüht, nach dem Willen des HERRN, unseres Gottes, zu leben; darum hat er uns Frieden an allen unseren Grenzen gegeben.« Sie fingen an zu bauen und konnten die Arbeit auch glücklich vollenden.
7 Das Heer von Asa bestand aus 300000 Mann vom Stamm Juda, die mit Speeren und großen Schilden ausgerüstet waren, und 280000 Mann vom Stamm Benjamin, bewaffnet mit Rundschilden und Bogen. Sie alle waren tüchtige Krieger.
8 Der Äthiopier Serach rückte mit einem Heer von tausendmal tausend Mann und dreihundert Streitwagen gegen Juda vor und kam bis Marescha.
9 Asa zog ihm entgegen und die beiden Heere stellten sich im Zefata-Tal bei Marescha zum Kampf auf.
10 Asa rief zum HERRN, seinem Gott: »HERR, wenn ein Schwacher mit einem Starken kämpfen muss, kann niemand ihm so beistehen wie du. Hilf uns, HERR, unser Gott, denn wir verlassen uns ganz auf dich! Im Vertrauen auf dich sind wir doch gegen diese Übermacht angetreten. Du, HERR, bist unser Gott! Gegen dich kann kein Mensch etwas ausrichten!«
11 Da griff der HERR selbst für Asa und die Leute von Juda ein und schlug die Äthiopier zurück, sodass sie fliehen mussten.
12 Asa verfolgte sie mit seinen Männern bis nach Gerar. Dabei fielen von den Äthiopiern so viele, dass sie sich nicht mehr zu einem Gegenangriff sammeln konnten. Sie erlitten eine vernichtende Niederlage durch den HERRN und sein Heer.
Die Leute von Juda machten überaus reiche Beute.
13 Sie konnten auch alle Ortschaften rings um Gerar erobern, denn der HERR hatte einen gewaltigen Schrecken über die Bewohner kommen lassen. Sie plünderten diese Orte aus, denn es gab dort reiche Beute.
14 Sie überwältigten auch die Zeltlager der Hirten, die sich dort in der Gegend mit ihren Herden aufhielten, und nahmen eine große Menge Schafe, Ziegen und Kamele als Beute mit. Danach kehrten sie wieder nach Jerusalem zurück.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

2. Chronik 13

1 Im 18. Regierungsjahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Abija König von Juda.
2 Er regierte drei Jahre lang in Jerusalem. Seine Mutter hieß Michaja und war eine Tochter von Uriël aus Gibea.
Auch zwischen Abija und Jerobeam kam es wieder zum Krieg.
3 Abija zog mit einem Heer von 400000 tüchtigen Kriegsleuten aus, um den Kampf zu eröffnen. Jerobeam stellte ihm 800000 kriegstüchtige Leute entgegen.
4 Während die Heere einander gegenüberstanden, stieg Abija auf den Berg Zemarajim im Bergland Efraïm und rief:
»Jerobeam und alle Israeliten, hört mir zu!
5 Ihr müsstet doch wissen, dass der HERR, der Gott Israels, mit David einen unwiderruflichen Bund geschlossen hat. Darin hat er David und seinen Nachkommen für alle Zeiten die Herrschaft über ganz Israel gegeben.
6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Diener Salomos, hat sich gegen seinen Herrn, den Sohn Davids, aufgelehnt.
7 Eine Gruppe von nichtswürdigen Abenteurern hat sich ihm angeschlossen und über Rehabeam, den Sohn Salomos, die Oberhand bekommen. Rehabeam war damals noch zu jung und unentschlossen, um sich gegen sie durchsetzen zu können.
8 Und jetzt meint ihr, ihr könntet euch durchsetzen gegen das Königtum, das der HERR selbst den Nachkommen Davids übertragen hat. Ihr seid ja so viele und ihr habt die goldenen Stierbilder, die Jerobeam als Götter für euch gemacht hat!
9 Die Priester des HERRN, die Nachkommen Aarons, habt ihr vertrieben, auch die Leviten. Dafür habt ihr neue Priester eingesetzt, wie es die anderen Völker auch tun: Jeder, der kommt und als Opfergabe einen Stier und sieben Schafböcke mitbringt, wird zum Priester geweiht – zum Priester für Götter, die gar keine sind!
10 Wir dagegen bleiben beim HERRN, unserem Gott! Wir haben ihn nicht verlassen. Bei uns dienen die Nachkommen Aarons dem HERRN als Priester, und die Leviten tun, was ihnen aufgetragen ist.
11 Jeden Morgen und Abend opfern sie dem HERRN Brandopfer und Räucheropfer. Auf den Opfertisch legen sie regelmäßig die geweihten Brote und jeden Abend werden auf dem goldenen Leuchter die Lampen angezündet. Wir halten uns genau an die Anordnungen des HERRN, ihr aber habt ihn verlassen!
12 Denkt daran: Gott selbst steht auf unserer Seite und führt uns! Auch seine Priester sind hier und stehen bereit, um mit den Trompeten das Signal zum Angriff zu geben. Ihr Männer von Israel, kämpft nicht gegen den HERRN, den Gott eurer Vorfahren! Es kann nicht gut für euch ausgehen!«
13-14 Jerobeam hatte inzwischen einen Teil seines Heeres als Hinterhalt in den Rücken der Leute von Juda geschickt. Als diese sahen, dass sie auf zwei Fronten kämpfen mussten, riefen sie zum HERRN um Hilfe. Die Priester bliesen die Trompeten
15 und alle stimmten das Kriegsgeschrei an. Da griff Gott selbst ein und schlug Jerobeam und sein Heer zurück.
16 Die Männer Israels flohen und Gott gab sie in die Hand der Leute von Juda.
17 Abija und seine Kriegsleute bereiteten dem Gegner eine schwere Niederlage; dabei verlor Israel 500000 kriegstüchtige Männer.
18 Damals wurde Israel in die Knie gezwungen und die Leute von Juda bekamen die Oberhand; denn sie vertrauten dem HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren.
19 Abija verfolgte Jerobeam noch weiter und eroberte die Städte Bet-El, Jeschana und Efron und die dazugehörenden Ortschaften.
20 Solange Abija lebte, konnte Jerobeam seine frühere Macht nicht mehr wiedergewinnen; schließlich machte der HERR seinem Leben ein Ende.
21 Abija dagegen wurde immer mächtiger. Er heiratete vierzehn Frauen und sie gebaren ihm zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.
22 Was es sonst noch von Abija zu sagen gibt, von seinen Taten und seinen Reden, das ist nachzulesen im Bericht des Propheten Iddo.
23 Als Abija starb, wurde er in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Asa wurde sein Nachfolger. Unter Asas Regierung hatte das Land zehn Jahre lang Frieden.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

2. Chronik 12

1 Als Rehabeam mächtig geworden und seine Herrschaft in Juda gesichert war, fragte er nicht mehr nach dem Gesetz des HERRN und sein ganzes Volk auch nicht.
2 Da zog im fünften Regierungsjahr Rehabeams der ägyptische König Schischak gegen Jerusalem heran; so bestrafte der HERR ihre Untreue.
3 Schischak kam mit einem Heer von 1200 Streitwagen und 60000 Wagenkämpfern, denen noch ungezählte Libyer, Sukkijiter und Äthiopier als Hilfstruppen folgten.
4 Er eroberte zuerst die befestigten Städte in Juda und rückte dann gegen Jerusalem vor.
5 Damals kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und den anderen führenden Männern von Juda, die sich vor Schischak nach Jerusalem zurückgezogen hatten, und sagte zu ihnen: »So spricht der HERR: ‘Weil ihr euch von mir abgewandt habt, wende ich mich auch von euch ab und gebe euch in die Hand Schischaks!’«
6 Da beugten sich die führenden Leute von Juda und der König unter dieses Urteil Gottes und sagten: »Der HERR ist im Recht!«
7 Als der HERR merkte, dass sie ihr Unrecht einsahen, erging sein Wort an Schemaja, er sagte: »Sie haben ihre Schuld eingestanden; darum will ich sie nicht umbringen. Mein Zorn soll nicht so weit gehen, dass Schischak Jerusalem vernichtet; ich werde sie bald aus dieser Gefahr erretten.
8 Aber sie werden sich ihm unterwerfen müssen, damit sie erkennen, was für ein Unterschied es ist, mir zu gehorchen oder den Königen anderer Länder.«
9 Schischak rückte in Jerusalem ein. Er leerte die Schatzkammern im Tempel und im Königspalast. Er nahm auch alle goldenen Schilde mit, die Salomo hatte anfertigen lassen.
10 Rehabeam ließ dafür Schilde aus Bronze machen und gab sie den Kommandanten der Wache, die am Eingang des Palastes stationiert war.
11 Jedes Mal, wenn der König in das Haus des HERRN ging, trugen die Wachen, die ihn begleiteten, diese Schilde und brachten sie dann wieder in ihre Unterkunft zurück.
12 Weil Rehabeam sein Unrecht eingesehen hatte, ließ der Zorn des HERRN von ihm ab und er vernichtete ihn nicht völlig. Es gab damals auch in Juda noch manches Gute.
13 Rehabeam konnte seine Herrschaft wieder festigen und weiter als König regieren.
Rehabeam war 41 Jahre alt, als er König wurde. Siebzehn Jahre lang regierte er in Jerusalem, der Stadt, die der HERR aus ganz Israel als Wohnsitz für seinen Namen bestimmt hatte. Rehabeams Mutter war die Ammoniterin Naama.
14 Er tat, was verwerflich war, weil er nicht nach dem Willen des HERRN fragte.
15 Die Geschichte der Regierung Rehabeams, vom Anfang bis zum Ende, ist nachzulesen in den Berichten der Propheten Schemaja und Iddo. Dort steht auch das Verzeichnis seiner Familie. Während seiner ganzen Regierungszeit gab es Krieg zwischen ihm und Jerobeam.
16 Als er starb, wurde er in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Abija wurde sein Nachfolger.

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2. Chronik 11

1 Rehabeam kehrte nach Jerusalem zurück und stellte aus den Stämmen Juda und Benjamin ein Heer von 180000 bewährten Kriegsleuten auf. Sie sollten gegen Israel ziehen und die Königsherrschaft für Rehabeam zurückgewinnen.
2 Aber das Wort des HERRN erging an den Propheten Schemaja, er sagte zu ihm:
3 »Ich gebe dir eine Botschaft für Rehabeam, den Sohn Salomos, den König von Juda, und für alle Männer aus Juda und Benjamin. Sag zu ihnen:
4 ‘So spricht der HERR: Kämpft nicht gegen eure Brüder! Kehrt nach Hause zurück! Ich selbst habe es so gefügt.’«
Sie gehorchten der Weisung des HERRN, kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam.
5-10 Rehabeams Residenzstadt war Jerusalem. Im Gebiet von Juda und Benjamin baute er eine Reihe von Städten zu Festungen aus, nämlich Betlehem, Etam, Tekoa, Bet-Zur, Socho, Adullam, Gat, Marescha, Sif, Adorajim, Lachisch, Aseka, Zora, Ajalon und Hebron.
11 Rehabeam ließ diese Städte stark befestigen und setzte Kommandanten darin ein. Er legte in ihnen auch Vorräte an Lebensmitteln, Olivenöl und Wein an
12 sowie Waffenlager mit Schilden und Lanzen, um diese Städte in jeder Hinsicht sehr stark zu machen. So sicherte er seine Herrschaft über Juda und Benjamin.
13 Die Priester und die Leviten, die überall in Israel wohnten, gingen zu Rehabeam über.
14 Die Leviten verließen ihre Weideplätze und ihren Besitz und kamen nach Juda und Jerusalem, weil Jerobeam und seine Nachfolger sie daran hinderten, ihren Priesterdienst für den HERRN auszuüben.
15 Jerobeam hatte nämlich eigene Priester angestellt für die Opferstätten im Land mit ihren Dämonen- und Götterbildern in Form von Böcken und Stieren, die er hatte machen lassen.
16 Den Leviten aus den Nordstämmen folgten von dort auch alle Israeliten, die dem HERRN, dem Gott Israels, treu bleiben wollten. Sie kamen nach Jerusalem und brachten ihm, dem Gott ihrer Vorfahren, ihre Opfer.
17 So trugen sie dazu bei, das Königreich Juda zu stärken und Rehabeams Herrschaft zu festigen. Das dauerte aber nur drei Jahre, so lange, wie sich alle nach dem Vorbild Davids und Salomos richteten.
18 Rehabeam heiratete Mahalat; ihr Vater war Jerimot, ein Sohn Davids, und ihre Mutter war Abihajil, eine Tochter von Davids Bruder Eliab und Enkelin von Isai.
19 Mahalat gebar Rehabeam die Söhne Jëusch, Schemarja und Saham.
20 Danach heiratete Rehabeam auch Maacha, die Tochter Abischaloms. Von ihr wurden ihm Abija, Attai, Sisa und Schelomit geboren.
21 Im Ganzen hatte Rehabeam achtzehn Frauen und sechzig Nebenfrauen und durch sie achtundzwanzig Söhne und sechzig Töchter. Aber er liebte Maacha mehr als alle seine anderen Frauen.
22 Darum bestimmte er Abija, deren ersten Sohn, zum Thronfolger und gab ihm die führende Stellung unter seinen Brüdern.
23 Rehabeam ging aber auch mit seinen übrigen Söhnen klug vor: Er verteilte sie auf alle Gegenden von Juda und Benjamin und setzte sie als Kommandanten der befestigten Städte ein. Er gab ihnen ein äußerst großzügiges Einkommen und verschaffte ihnen viele Frauen.

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2. Chronik 10

1 Rehabeam ging nach Sichem, denn dorthin waren die Nordstämme Israels gekommen, um ihn zum König zu machen.
2 Als Jerobeam, der Sohn Nebats, davon hörte, kehrte er aus Ägypten zurück, wohin er vor Salomo hatte fliehen müssen.
3 Die Stämme Israels ließen ihn rufen und er trat mit ihnen allen vor Rehabeam.
Sie sagten zu ihm:
4 »Dein Vater hat uns hohe Abgaben und schwere Frondienste auferlegt. Erleichtere uns die Last, dann werden wir dich als König anerkennen.«
5 »Kommt übermorgen wieder!«, antwortete ihnen Rehabeam.
Als sie gegangen waren,
6 beriet er sich mit den erfahrenen Männern, die bereits im Dienst seines Vaters Salomo gestanden hatten. Er fragte sie: »Was ratet ihr mir? Welche Antwort soll ich dem Volk geben?«
7 Sie rieten ihm: »Sei freundlich zu ihnen und behandle sie mit Güte! Wenn du ihnen entgegenkommst, werden sie dir für immer gehorchen.«
8 Rehabeam hörte nicht auf den Rat der erfahrenen Männer. Er fragte die jungen Leute, die mit ihm aufgewachsen waren und nun in seinem Dienst standen:
9 »Was ratet ihr mir? Wie soll ich diesen Leuten antworten? Sie verlangen von mir, dass ich ihre Lasten erleichtere!«
10 Da rieten ihm die jungen Leute, die mit ihm aufgewachsen waren: »Wenn dieses Volk zu dir sagt: ‘Dein Vater hat uns schwere Lasten auferlegt, mach du sie leichter!’, dann gib ihnen die Antwort: ‘Mein Finger ist dicker als die Hüften meines Vaters!
11 Mein Vater hat euch schwere Lasten auferlegt; ich werde sie noch schwerer machen. Er hat euch mit Peitschen angetrieben; ich werde euch mit Stachelpeitschen antreiben.’«
12 Am dritten Tag, wie verabredet, erschienen Jerobeam und das ganze Volk vor Rehabeam.
13 König Rehabeam gab ihnen eine harte Antwort. Er achtete nicht auf den Rat der erfahrenen Männer,
14 sondern richtete sich nach dem Rat seiner Altersgenossen. Er sagte: »Mein Vater hat euch schwere Lasten auferlegt; ich werde sie noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen angetrieben; ich werde euch mit Stachelpeitschen antreiben.«
15 Der König blieb taub für die Bitte des Volkes. Gott hatte es so gefügt; denn das Wort, das der HERR durch Ahija von Schilo zu Jerobeam gesagt hatte, sollte in Erfüllung gehen.
16 Als die Männer der Nordstämme merkten, dass der König auf ihre Forderung nicht einging, riefen sie:
»Was geht uns alle das Haus Davids an? Seit wann gehört der Isai-Sohn zu uns? Ihr Männer Israels, auf und nach Hause! Mag Davids Sippe sehen, was ihr bleibt!«
Die Versammlung löste sich auf.
17 Nur die Israeliten, die in den Städten von Juda wohnten, erkannten Rehabeam als König an.
18 Als Rehabeam noch einen Versuch machte und Adoniram, den Beauftragten für die Fronarbeiten, zu den Vertretern der Nordstämme schickte, empfingen sie ihn mit einem solchen Steinhagel, dass er den Tod fand. Der König selbst konnte sich gerade noch auf seinen Wagen retten und nach Jerusalem entkommen.
19 Die Nordstämme Israels sagten sich vom Königshaus Davids los und sie sind bis zum heutigen Tag von ihm getrennt geblieben.

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2. Chronik 9

1 Salomo wurde so bekannt, dass auch die Königin von Saba von ihm hörte. Sie machte sich auf den Weg nach Jerusalem, um sein Wissen durch Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam mit zahlreichem Gefolge, ihre Kamele waren schwer beladen mit duftenden Ölen, Gold und Edelsteinen.
Als sie zu Salomo kam, legte sie ihm die Rätsel vor, die sie sich ausgedacht hatte.
2 Salomo blieb ihr keine Antwort schuldig; auch die schwierigsten Fragen konnten ihn nicht in Verlegenheit bringen.
3 Die Königin war tief beeindruckt von der Klugheit Salomos. Sie besichtigte auch seinen Palast.
4 Sie sah die Speisen und Getränke, die auf seine Tafel kamen, die Minister, die nach ihrem Rang an seiner Tafel saßen, und die Diener, die in kostbaren Gewändern aufwarteten, und sie sah auch den prächtigen Zug, wenn Salomo zum Tempel des HERRN hinaufging.
Sie konnte sich vor Staunen nicht fassen
5 und sagte zu Salomo: »Es war nichts übertrieben, was ich bei mir zu Hause über dich und dein Wissen gehört habe.
6 Ich konnte es nicht glauben, aber jetzt habe ich mich mit eigenen Augen davon überzeugt. Dein Wissen übertrifft sogar noch alles, was ich darüber gehört hatte. Nicht einmal die Hälfte der Wahrheit hat man mir gesagt.
7 Wie glücklich sind deine Leute und deine Minister, die täglich um dich sind und deine klugen Worte hören!
8 Der HERR, dein Gott, sei gepriesen, der Gefallen an dir hat und dich auf seinen Thron gebracht hat, damit du als König für den HERRN, deinen Gott, regierst! Dein Gott liebt sein Volk Israel und will es für immer erhalten. Darum hat er dich zum König eingesetzt und du sollst darüber wachen, damit du für Recht und Gerechtigkeit sorgst.«
9 Dann schenkte sie Salomo 120 Zentner Gold, eine Menge duftende Öle und viele Edelsteine. Nie wieder hat es so kostbares Öl gegeben wie dieses, das die Königin von Saba dem König Salomo schenkte.
10 Übrigens brachten die Leute Hirams und Salomos, die Gold aus dem Land Ofir einführten, auch Edelhölzer und Edelsteine von dort mit.
11 Salomo ließ aus dem Holz Treppen für den Tempel des HERRN und den Königspalast sowie Saiteninstrumente für die Tempelsänger herstellen. Vorher ist so etwas im Land Juda nie gesehen worden.
12 Salomo erfüllte der Königin von Saba jeden Wunsch, den sie aussprach, ausgenommen die Art von Gastgeschenken, die sie selbst ihm mitgebracht hatte. Danach kehrte die Königin mit ihrem Gefolge wieder in ihr Land zurück.
13 In einem einzigen Jahr wurden König Salomo 666 Zentner Gold geliefert.
14 Dazu kam noch das Gold, das er als Steuern von den Großkaufleuten und Händlern einnahm, und die Abgaben in Silber und Gold, die er von seinen Provinzverwaltern und den arabischen Königen erhielt.
15 Salomo ließ 200 Langschilde anfertigen und mit Gold überziehen. Für jeden Schild wurden sieben Kilo Gold gebraucht.
16 Dann ließ er noch 300 Rundschilde machen, jeder mit dreieinhalb Kilo Gold überzogen, und ließ sie alle in den »Libanonwald«, die große Halle neben seinem Palast, bringen.
17 Auch ließ er einen großen Thronsessel herstellen, der mit Elfenbein und reinem Gold belegt war.
18-19 Sechs Stufen führten zum Thron hinauf und auf jeder Stufe stand rechts und links je eine Löwenfigur, ebenso auf beiden Seiten neben den Armlehnen. Der Thron hatte auch einen goldenen Fußschemel. Kein anderer König hat sich je einen so prächtigen Thron anfertigen lassen.
20 Alle Trinkgefäße Salomos und sämtliche Geräte in der großen Halle, dem »Libanonwald«, waren aus reinem Gold. Silber galt zur Zeit Salomos als wertlos.
21 Der König besaß eine sehr tüchtige Handelsflotte, die mit Leuten Hirams bis nach Tarschisch fuhr. Alle drei Jahre kamen die Schiffe zurück und brachten Gold, Elfenbein und verschiedene Arten von Affen.
22 So übertraf König Salomo alle anderen Könige der Erde an Reichtum und Klugheit,
23 und alle Könige kamen zu ihm, um seine Worte zu hören und die Weisheit kennen zu lernen, die Gott ihm verliehen hatte.
24 Alle brachten sie ihm Geschenke mit: silberne und goldene Gefäße, Festkleider und Waffen, kostbare Öle, Pferde und Maultiere. So ging es Jahr um Jahr.
25 Salomo hatte 4000 Stallplätze für seine Pferde und Streitwagen. Er hatte 12000 Wagenkämpfer. Ein Teil von ihnen war in Jerusalem stationiert, die übrigen waren in den Städten untergebracht, die er dafür ausgebaut hatte.
26 Salomo herrschte über alle Könige im ganzen Gebiet zwischen dem Eufrat, dem Land der Philister und Ägypten.
27 Unter seiner Regierung war in Jerusalem Silber so gewöhnlich wie Steine, und Zedernholz wie das Holz der Maulbeerfeigenbäume im Hügelland von Juda.
28 Die Pferde bekam Salomo aus Ägypten und allen möglichen anderen Ländern.
29 Alles, was es sonst noch über Salomo zu sagen gibt, vom Anfang bis zum Ende, das ist nachzulesen in den Berichten des Propheten Natan sowie in den Niederschriften der Worte des Propheten Ahija aus Schilo und der Offenbarungen, die der Prophet Jedo über Jerobeam, den Sohn Nebats, erhalten hat.
30 Vierzig Jahre lang regierte Salomo in Jerusalem über ganz Israel.
31 Als er starb, wurde er in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger.

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2. Chronik 8

1 Zwanzig Jahre lang baute Salomo am Tempel des HERRN und an seinem eigenen Palast.
2 Nach dieser Zeit baute er die Städte aus, die ihm Hiram überlassen hatte, und siedelte Israeliten darin an.
3 Danach rückte er gegen die Stadt Hamat-Zoba vor und eroberte sie.
4 Er befestigte auch Tadmor in der Steppe und alle Städte, die er im Gebiet von Hamat gebaut und mit Vorratshäusern ausgestattet hatte.
5 Das obere und das untere Bet-Horon baute er zu Festungen aus, die durch Mauern und Tore mit starken Riegeln gesichert waren.
6 Ebenso befestigte er Baalat sowie alle Städte, in denen er seine Streitwagentruppen unterbrachte und Vorräte speicherte. Auch in Jerusalem, im Libanon-Gebirge und in seinem ganzen Reich baute er alles, was er sich vorgenommen hatte.
7-8 Alles, was Salomo bauen ließ, wurde in Fronarbeit errichtet. Dazu zog er die Nachkommen der vorisraelitischen Bewohner des Landes heran, die von den Israeliten nicht ausgerottet worden waren, den ganzen Rest der Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. Sie müssen bis heute solche Arbeiten ausführen.
9 Von den Israeliten dagegen zwang Salomo keinen zur Fronarbeit, sondern machte sie zu seinen Soldaten, zu Anführern seiner Truppen und zu Streitwagenkämpfern.
10 König Salomo hatte 250 Oberaufseher, die mussten die Leute bei der Arbeit beaufsichtigen.
11 Salomo hatte eine Tochter des Pharaos geheiratet. Er ließ auch für sie einen Palast bauen, damit sie aus der Davidsstadt dorthin umziehen konnte. Er sagte sich: »Meine Frau soll nicht im Haus von König David wohnen. In seiner Nähe hat einmal die Bundeslade des HERRN gestanden, dadurch ist die ganze Umgebung heilig geworden.«
12 Nachdem der Tempel vollendet war, brachte Salomo auf dem Altar vor der Vorhalle dem HERRN regelmäßig Brandopfer dar,
13 am Sabbat, am Neumondstag und an den drei großen Festen im Jahr: dem Fest der Ungesäuerten Brote, dem Pfingstfest und dem Laubhüttenfest. So hatte es schon Mose bestimmt.
14 Nach den Anweisungen, die Salomo von seinem Vater David erhalten hatte, teilte er die Priester in verschiedene Gruppen ein, in denen sie ihren Dienst verrichten sollten, ebenso die Leviten, die den Priestern halfen und für den Gesang im Tempel sorgten, so wie es jeden Tag nötig war. Auch die Torwächter wurden für die einzelnen Tore in Dienstgruppen eingeteilt, wie David, der Mann Gottes, es festgelegt hatte.
15 In keinem Punkt wich man von dem ab, was David hinsichtlich der Priester und Leviten und der Tempelschätze angeordnet hatte.
16 Damit war alles ausgeführt, was Salomo sich vorgenommen hatte, vom Tag der Grundsteinlegung des Tempels bis zum Tag seiner Vollendung. Das Haus des HERRN war fertig.
17 Damals kam Salomo auch nach Ezjon-Geber und Elat an der Küste des Roten Meeres im Land Edom.
18 Hiram schickte ihm dorthin Schiffe mit erfahrenen Schiffsleuten. Zusammen mit den Männern Salomos segelten sie in das Land Ofir und brachten Salomo von dort 450 Zentner Gold.

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2. Chronik 7

1 Als Salomo sein Gebet beendet hatte, fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die dem HERRN geweihten Stücke der Mahlopfer. Die Herrlichkeit des HERRN erfüllte den Tempel,
2 sodass die Priester ihn nicht betreten konnten.
3 Als die Leute von Israel sahen, wie das Feuer herabfiel und wie die Herrlichkeit des HERRN sich über dem Tempel zeigte, warfen sich alle auf die Knie und beugten sich mit dem Gesicht auf das Pflaster nieder; sie beteten den HERRN an und priesen ihn mit den Worten: »Der HERR ist gut zu uns, seine Liebe hört niemals auf!«
4-5 Dann feierte König Salomo zusammen mit dem ganzen Volk die Einweihung des Tempels durch ein großes Opfer. Für das Opfermahl ließ er 22000 Rinder und 120000 Schafe schlachten.
6 Die Priester versahen ihren Dienst und auch die Leviten hatten sich mit den Musikinstrumenten aufgestellt, die König David für den Gottesdienst hatte anfertigen lassen. Die Leviten begleiteten damit die Danklieder Davids. Auch jetzt priesen sie den HERRN wieder mit dem Lied: »Seine Liebe hört niemals auf!« Die Priester bliesen dazu ihre Trompeten, während das ganze Volk stand.
7 Weil der Bronzealtar vor dem Haus des HERRN für die Menge der Opfer zu klein war, machte Salomo den ganzen Mittelteil des Vorhofs zum Opferaltar. Dort ließ er Brand- und Speiseopfer darbringen und die Fettstücke der Mahlopfer verbrennen.
8 Im Anschluss an die Einweihung des Tempels feierten Salomo und das ganze Volk Israel eine Woche lang das Laubhüttenfest. Es war eine große Gemeinde, die aus dem ganzen Land zusammengekommen war, von Lebo-Hamat im Norden bis zu dem Tal, das die ägyptische Grenze bildet, im Süden.
9 Am achten Tag fand die Abschlussfeier statt. Sie hatten also zuerst sieben Tage lang die Einweihung des Altars gefeiert, dann noch einmal sieben Tage das Laubhüttenfest.
10 Am 23. Tag des siebten Monats verabschiedete Salomo das Volk. Glücklich und zufrieden über alles Gute, das Gott David, Salomo und seinem Volk Israel erwiesen hatte, gingen alle nach Hause.
11 Salomo hatte das Haus des HERRN und sein eigenes Haus vollendet, und alles, was er sich dabei vorgenommen hatte, war gut gelungen.
12 Da erschien ihm der HERR in der Nacht und sagte zu ihm:
»Ich habe dein Gebet erhört und diesen Tempel dazu bestimmt, dass ihr mir hier eure Opfer darbringt.
13 Es könnte geschehen, dass ich einmal den Himmel verschließe und es keinen Regen gibt, dass ich den Heuschrecken befehle, das Land kahl zu fressen, oder dass ich die Pest über mein Volk kommen lasse.
14 Wenn dann dieses Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, sich besinnt, wenn es zu mir betet und von seinen falschen Wegen wieder zu mir umkehrt, dann werde ich im Himmel sein Gebet hören. Ich will ihm alle Schuld vergeben und auch die Schäden des Landes wieder heilen.
15 Ich werde freundlich auf jeden Menschen blicken, der hier zu mir betet, und werde auf seine Bitte hören.
16 Ich selbst habe diesen Tempel erwählt und zu einer heiligen Stätte gemacht, an der mein Name wohnen soll für alle Zeiten. Meine Augen sind stets auf dieses Haus gerichtet, dort ist mein ganzes Herz euch zugewandt.
17 Und wenn du mir so dienst wie dein Vater David und alle meine Gebote befolgst,
18 werde ich deiner Herrschaft und der Herrschaft deiner Nachkommen Bestand geben. Denn ich habe mit deinem Vater einen Bund geschlossen und ihm versprochen: ‘Stets soll einer aus deiner Familie Herrscher über Israel sein.’
19 Wenn ihr euch aber von mir abwendet, meine Gebote nicht mehr beachtet und stattdessen anderen Göttern dient,
20 dann werde ich euch Israeliten aus dem Land vertreiben, das ich euch gegeben habe. Von dem Haus, das ich zur Wohnung meines Namens bestimmt habe, will ich dann nichts mehr wissen und alle Völker werden es verachten und verspotten.
21 Dann werden alle, die an dem jetzt noch so erhabenen Bauwerk vorbeikommen, entsetzt sein und fragen: ‘Warum hat der HERR dieses Land und dieses Haus so verwüstet?’
22 Und man wird ihnen antworten: ‘Weil sie sich vom HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, abgewandt haben. Er hat sie aus Ägypten herausgeführt, aber sie haben sich anderen Göttern zugewandt, sie angebetet und ihnen geopfert. Deshalb hat der HERR all dieses Unglück über sie gebracht.’«

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2. Chronik 6

1 Da betete Salomo: »HERR, du hast gesagt: ‘Ich wohne im Wolkendunkel.’
2 Darum habe ich dir dieses prächtige Haus gebaut, eine Stätte, an der du für immer wohnen kannst.«

3 Dann drehte sich der König um und wandte sich der ganzen Gemeinde Israel zu. Er grüßte alle Versammelten, die ringsum standen, mit einem Segenswunsch.
4 Dann sagte er:
»Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels! Er hat wahr gemacht, was er meinem Vater David versprochen hat, als er sagte:
5 ‘In der ganzen Zeit, seit ich mein Volk Israel aus Ägypten in dieses Land brachte, habe ich in keinem der Stämme Israels eine Stadt erwählt, damit dort ein Wohnsitz für meinen Namen errichtet wird. Ich habe auch niemand als Herrscher über mein Volk Israel ausgewählt.
6 Aber jetzt habe ich Jerusalem als Wohnsitz für meinen Namen erwählt. Und ich habe David ausgewählt; er soll der Herrscher über mein Volk Israel sein.’
7 Schon mein Vater David wollte dem HERRN, dem Gott Israels, einen Tempel bauen.
8 Aber der HERR sagte zu ihm: ‘Ich freue mich über deine Absicht, für mich ein Haus zu bauen.
9 Aber nicht du, sondern erst dein Sohn, dein leiblicher Nachkomme, soll mir dieses Haus bauen.’
10 Dieses Versprechen hat der HERR gehalten: Ich bin als Sohn meines Vaters David König geworden und habe den Wohnsitz für den HERRN, den Gott Israels, gebaut.
11 In dieses Haus habe ich nun auch die Lade gestellt, in der die Tafeln des Bundes liegen, den der HERR mit dem Volk Israel schloss.«
12 Dann trat Salomo vor den Augen der ganzen Gemeinde Israel vor den Altar des HERRN und breitete die Arme zum Himmel aus.
13 Er hatte dazu ein Podest aus Bronze anfertigen und mitten im Vorhof aufstellen lassen. Es war zweieinhalb Meter lang, ebenso breit und eineinhalb Meter hoch. Auf dieses stieg er hinauf, kniete vor den Augen der ganzen Gemeinde Israel nieder, breitete die Arme aus
14 und betete:
»HERR, du Gott Israels! Weder im Himmel noch auf der Erde gibt es einen Gott wie dich. Du stehst zu deinem Bund und erweist deine Güte und Liebe allen, die dir mit ungeteiltem Herzen dienen.
15 So hast du an meinem Vater David, deinem Diener und Bevollmächtigten, gehandelt; der heutige Tag ist Zeuge dafür, dass du dein Versprechen gehalten hast.
16 HERR, du Gott Israels, nun erfülle auch die andere Zusage, die du meinem Vater David gegeben hast, dass stets einer aus der Familie Davids auf dem Thron Israels sitzen wird, wenn seine Nachkommen dir nur genauso treu dienen und dein Gesetz befolgen wie er.
17 Gott Israels, lass doch in Erfüllung gehen, was du deinem Diener David versprochen hast!
18 Aber bist du nicht viel zu erhaben, um bei uns Menschen auf der Erde zu wohnen? Ist doch selbst der ganze weite Himmel zu klein für dich, geschweige denn dieses Haus, das ich gebaut habe!
19 HERR, mein Gott, achte dennoch auf mein demütiges Gebet und höre auf die Bitte, die ich vor dich bringe:
20 Richte deinen Blick Tag und Nacht auf dieses Haus, von dem du gesagt hast, dass dein Name dort wohnen soll! Du hast versprochen, das Gebet zu hören, das ich, dein Diener, von hier aus an dich richte.
21 Höre mich, wenn ich von hier aus zu dir rufe, und höre auch die Gebete deines Volkes Israel! Wenn wir an dieser Stätte zu dir rufen, dann höre uns in deiner himmlischen Wohnung. Erhöre uns und vergib uns alle Schuld!«

22 »Wenn jemand verdächtigt wird, sich gegen einen anderen vergangen zu haben, und er wird hierher zu deinem Altar gebracht und unter den Fluch gestellt, der ihn im Fall der Schuld treffen soll,
23 dann höre du es im Himmel und sorge für Recht: Bestrafe ihn, wenn er schuldig ist, und lass sein böses Tun auf ihn selbst zurückfallen; aber verschone ihn, wenn er schuldlos ist, und lass seine Redlichkeit vor aller Augen offenbar werden!
24 Wenn die Israeliten, dein Volk, von Feinden besiegt werden, weil sie dir nicht gehorcht haben, und sie wenden sich dir wieder zu, preisen deinen Namen und bitten hier in deinem Haus um Erbarmen,
25 dann höre du es im Himmel: Vergib deinem Volk seine Schuld und bring es wieder in das Land zurück, das du ihnen und ihren Vorfahren gegeben hast!
26 Wenn kein Regen auf das Land fällt, weil seine Bewohner dir nicht gehorcht haben, und sie erkennen deine strafende Hand, kehren um und beten zu dir, wenden sich diesem Haus zu und preisen deinen Namen,
27 dann höre du es im Himmel: Vergib deinem Volk und seinen Königen ihre Schuld, zeige ihnen, was sie tun sollen, und lass es wieder regnen auf das Land, das du deinem Volk als bleibenden Besitz gegeben hast!
28 Wenn im Land eine Hungersnot ausbricht, wenn das Getreide durch Glutwinde, Krankheiten oder Schädlinge vernichtet wird, wenn der Feind ins Land einfällt oder Seuchen wüten,
29 dann höre das Gebet, das ein einzelner Mensch oder dein ganzes Volk Israel an dich richtet. Wenn irgendjemand in seiner Not und seinem Schmerz seine Arme betend zu diesem Haus hin ausbreitet,
30 dann höre du ihn in deiner himmlischen Wohnung: Vergib ihm seine Schuld und hilf ihm! Doch handle so, wie es jeder verdient. Du kennst ja die verborgensten Gedanken der Menschen und siehst ihnen ins Herz.
31 Dann werden sie dich stets ernst nehmen und dir gehorchen, die ganze Zeit, die sie in dem Land leben, das du unseren Vorfahren gegeben hast.
32 Wenn ein Ausländer, der nicht zu deinem Volk Israel zählt, aus einem fernen Land kommt, weil er gehört hat, was für Taten du mit starker Hand und ausgestrecktem Arm für dein Volk vollbracht hast – wenn solch ein Mensch im Anblick dieses Hauses zu dir betet,
33 dann höre ihn in deiner himmlischen Wohnung und erfülle seine Bitte. Alle Völker auf der Erde werden dann erkennen, dass du der wahre Gott bist, und werden dich genauso ehren, wie dein Volk Israel es tut. Und sie werden erkennen, dass du von diesem Haus, das ich für dich gebaut habe, Besitz ergriffen hast.
34 Wenn dein Volk in deinem Auftrag gegen Feinde in den Kampf zieht und dabei in der Ferne zu dir betet, den Blick zu der Stadt gerichtet, die du dir erwählt hast, und zu dem Haus, das ich deinem Namen gebaut habe,
35 dann höre sein Gebet im Himmel und verhilf ihm zu seinem Recht!
36 Vielleicht kommt es auch so weit, dass die Leute von Israel sich gegen dich auflehnen – es gibt ja niemand, der nicht schuldig wird – und du dann zornig wirst und sie ihren Feinden preisgibst, die sie in ein fremdes Land verschleppen, in der Nähe oder in der Ferne.
37 Dort kommen sie vielleicht zur Einsicht und wenden sich dir wieder zu und bekennen vor dir: ‘Wir haben Unrecht getan, wir haben dir nicht gehorcht.’
38 Und wenn sie dann von ganzem Herzen zu dir umkehren und dort zu dir beten, den Blick gerichtet zu dem Land, das du ihren Vorfahren gegeben, und der Stadt, die du dir erwählt hast, und zu dem Haus, das ich deinem Namen gebaut habe,
39 dann höre ihr Gebet in deiner himmlischen Wohnung und verhilf ihnen zu ihrem Recht! Vergib ihnen alles, was sie gegen dich getan haben!
40 Mein Gott, sieh freundlich auf jeden, der hier zu dir betet, und höre auf seine Bitte!
41 Und nun, HERR, unser Gott, steh auf und begleite deine Lade, das Wahrzeichen deiner gewaltigen Macht! Komm zu deinem Ruheplatz! Gib deinen Priestern Vollmacht, uns deine Hilfe zu vermitteln! Alle deine Treuen erfreue mit Glück und Segen!
42 Weise den König nicht zurück, den du gesalbt und eingesetzt hast! Denk daran, was du David versprochen hast, deinem Vertrauten in deiner großen Güte!«

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

2. Chronik 5

1 Nachdem König Salomo den Tempel und seine Ausstattung vollendet hatte, brachte er die Gaben, die sein Vater David dem HERRN geweiht hatte, herbei. Das Silber und das Gold und alle Geräte kamen in die Schatzkammern des Tempels.
2 Nun ließ König Salomo die Ältesten Israels nach Jerusalem kommen, die Vertreter aller Stämme und Sippen. Sie sollten die Bundeslade des HERRN von der Davidsstadt auf dem Zionsberg in den Tempel hinaufbringen.
3 Alle Männer Israels kamen deshalb am Laubhüttenfest im siebten Monat zu König Salomo.
4 Als die Ältesten versammelt waren, hoben die Leviten die Bundeslade auf ihre Schultern
5 und trugen sie zum Tempel hinauf. Mit Hilfe der Priester aus der Nachkommenschaft Levis brachten sie auch das Heilige Zelt und alle seine Geräte dorthin.
6 König Salomo und die ganze Festgemeinde opferten vor der Lade eine große Menge Schafe und Rinder, mehr als man zählen konnte.
7 Dann brachten die Priester die Lade des HERRN an den vorgesehenen Platz im hintersten Raum des Tempels, dem Allerheiligsten. Sie stellten sie unter die Flügel der Keruben.
8 Die Keruben hielten nämlich ihre Flügel ausgebreitet und überspannten damit die Lade und ihre Tragstangen.
9 Die Tragstangen waren aber so lang, dass ihre Enden nur zu sehen waren, wenn jemand direkt vor der Tür zum Allerheiligsten stand; vom Hauptraum des Heiligtums aus waren sie nicht zu sehen. Die Lade befindet sich noch heute dort.
10 In der Lade waren nur die beiden Tafeln, die Mose am Gottesberg Horeb hineingelegt hatte. Auf ihnen steht das Gesetz des Bundes, den der HERR mit den Israeliten geschlossen hat, als sie aus Ägypten kamen.
11 Die Priester traten wieder aus dem Tempel hinaus. Für diesen Tag hatten sich alle anwesenden Priester so vorbereitet, dass sie rein waren, auch die, deren Dienstgruppe während dieser Zeit dienstfrei hatte.
12 Auch die Tempelsänger waren vollzählig zugegen: die Leviten Asaf, Heman und Jedutun mit allen ihren Söhnen und Verwandten. Sie trugen Gewänder aus feinem weißen Leinen und standen mit ihren Becken, Harfen und Lauten an der Ostseite des Altars.
Ihnen zur Seite standen hundertzwanzig Priester mit Trompeten.
13 Diese setzten gleichzeitig mit den Sängern, den Becken und anderen Instrumenten ein. Es klang wie aus einem Mund, als sie alle miteinander den HERRN priesen mit den Worten: »Der HERR ist gut zu uns, seine Liebe hört niemals auf!«
In diesem Augenblick erfüllte eine Wolke den Tempel, das Haus des HERRN.
14 Die Priester konnten ihren Dienst wegen der Wolke nicht fortsetzen, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das ganze Heiligtum.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

Erneuert durch sein Wort