Erneuert durch sein Wort

4. Mose 36

1 Die Sippenältesten der Nachkommen Gileads, des Sohnes Machirs und Enkels des Josefssohnes Manasse, gingen zu Mose und den Stammesoberhäuptern des Volkesa
2 und sagten zu Mose: »Der HERR hat dir, unserem Herrn, befohlen, das Land durchs Los unter die Israeliten aufzuteilen. Er hat dir auch befohlen, den Landanteil unseres Verwandten Zelofhad seinen Töchtern zuzusprechen.
3 Wenn diese nun aber Männer aus einem anderen Stamm heiraten, wird ihr Land unserem Stammesbesitz entzogen und dem anderen Stamm zugeschlagen.
4 Und wenn dann das Erlassjahr kommt, wird ihr Landbesitz endgültig dem Stamm zufallen, in den sie eingeheiratet haben.«
5 Auf Befehl des HERRN gab Mose den Israeliten die Anweisung: »Die Männer vom Stamm Manasse haben Recht.
6 Darum hat der HERR bestimmt: Die Töchter Zelofhads dürfen heiraten, wen sie wollen, aber nur innerhalb ihres eigenen Stammes.
7 Kein Grundbesitz darf von einem Stamm zu anderen übergehen, sondern der Anteil jedes Stammes muss geschlossen erhalten bleiben.
8-9 Deshalb darf eine Tochter, die erbberechtigt ist, nur einen Mann aus ihrem eigenen Stamm heiraten.«
10-11 Machla, Tirza, Hogla, Milka und Noa, die Töchter Zelofhads, handelten nach dieser Anweisung und heirateten ihre Vettern.
12 So verblieb ihr Landbesitz beim Stamm ihres Vaters.
13 Alle diese Gesetze und Anordnungen gab der HERR den Israeliten durch Mose im moabitischen Steppengebiet in der Jordanebene gegenüber von Jericho.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

4. Mose 35

1 Im moabitischen Steppengebiet in der Jordanebene gegenüber von Jericho sagte der HERR zu Mose:
2-3 »Die Leute von Israel sollen von ihrem Landbesitz den Leviten Städte geben, in denen sie wohnen können, und dazu Weideland für ihr Vieh.a
4-5 Das Weideland soll sich von der Stadtmauer aus in jeder Richtung 500 Meter weit erstrecken, sodass ein Quadrat von 1000 Meter Seitenlänge entsteht mit der Stadt in der Mitte.A
6-7 Insgesamt sollt ihr den Leviten 48 Städte mit dem dazugehörigen Weideland geben. Sechs davon sind als Asylstädte bestimmt, in die jeder fliehen kann, der unabsichtlich einen Menschen getötet hat.
8 Die Anzahl der Levitenstädte in jedem Stamm richtet sich nach der Größe seines Gebietes.«
Asylstädte für Totschläger und Verfahren bei Mord
9-10 Der HERR gab Mose noch weitere Anweisungen für die Israeliten:
»Wenn ihr den Jordan überquert und ins Land Kanaan kommt,a
11 sollt ihr Asylstädte auswählen, in die jeder fliehen kann, der unbeabsichtigt einen Menschen getötet hat.
12 Kein Verwandter der getöteten Person darf dort an ihm die Blutrache vollziehen. Er darf nur getötet werden, wenn er in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung schuldig gesprochen worden ist.
13 Bestimmt sechs solche Städte,
14 drei östlich des Jordans und drei im Land Kanaan.
15 Jeder Israelit und jeder Fremde, der bei euch lebt, auch der Fremdarbeiter, soll dorthin fliehen können, wenn er unabsichtlich einen Menschen getötet hat.
16-18 Wenn aber jemand einen anderen mit einem Stein oder einem eisernen oder hölzernen Gegenstand erschlagen hat, ist er ein Mörder und muss mit dem Tod bestraft werden.
19 Der Nächstverwandte der ermordeten Person hat die Pflicht, ihn zu töten, wo immer er ihn findet.
20-21 Auch wer einen anderen durch einen Stoß oder Schlag mit der Faust oder durch einen Wurf mit irgendeinem Gegenstand umgebracht hat, gilt als Mörder, sofern er es aus Hass und Feindschaft oder heimtückisch getan hat. Er ist genauso dem Tod verfallen.
22-23 Wenn dagegen jemand einen Menschen, der nicht sein Feind ist und dem er gar keinen Schaden zufügen wollte, durch einen Stoß oder Wurf mit einem Stein oder irgendeinem Gegenstand fahrlässig getötet hat,
24-25 dann soll die Gemeinde, aus der er stammt, in öffentlicher Gerichtsverhandlung seine Unschuld feststellen und sein Leben vor der Blutrache schützen. Danach wird er in die Asylstadt zurückgebracht, in die er geflohen war. Dort muss er bleiben bis zum Tod des amtierenden Obersten Priesters, der mit dem heiligen Öl gesalbt worden ist.a
26 Wenn aber der Totschläger den Zufluchtsort verlässt,
27 kann der Nächstverwandte des Getöteten ihn erschlagen, ohne dass er damit Schuld auf sich lädt.
28 Erst nach dem Tod des Obersten Priesters kann der Totschläger ohne Gefahr nach Hause zurückkehren.
29 Diese Anordnungen gelten für alle eure Nachkommen an jedem Ort des Landes, in dem ihr wohnt.
30 Niemand darf wegen eines Mordes zum Tod verurteilt werden, wenn nicht mindestens zwei Zeugen für die Tat vorhanden sind. Auf eine einzige Zeugenaussage hin darf kein Todesurteil gefällt werden.a
31 Einen Mörder, der schuldig gesprochen ist, dürft ihr nicht gegen ein Lösegeld freilassen; er muss hingerichtet werden.
32 Ihr dürft auch keinen Mörder gegen ein Lösegeld in eine der Asylstädte aufnehmen, sodass er nach dem Tod des Obersten Priesters wieder unbestraft nach Hause zurückkehren kann.
33 Entweiht nicht das Land, in dem ihr lebt! Es wird entweiht durch das Blut eines Ermordeten und kann nur wieder rein werden durch das Blut dessen, der den Mord begangen hat.a
34 Lasst das Land, in dem ihr lebt, nicht unrein werden; denn ich, der HERR, wohne mitten unter euch.«a

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4. Mose 34

1-2 Der HERR befahl Mose, den Israeliten die Anweisung zu geben:
»Wenn ihr in das Land Kanaan kommt und es in Besitz nehmt, sollen eure Grenzen folgendermaßen verlaufen:
3 Im Süden wird euer Land von der Wüste Zin und dem Gebiet von Edom begrenzt. Im Einzelnen verläuft dort die Grenze vom südlichen Ende des Toten Meeresa
4 in südwestlicher Richtung am Fuß der Skorpionensteige vorbei über Zin bis südlich von Kadesch-Barnea und weiter über Hazar-Addar nach Azmon.
5 Von Azmon läuft sie nordwestlich zu dem Tal, das die Grenze Ägyptens bildet, und folgt diesem bis zum Mittelmeer.
6 Die Westgrenze bildet das Mittelmeer.
7 Die Nordgrenze verläuft vom Mittelmeer zum Berg Hor
8 und von dort über Lebo-Hamat nach Zedad
9 und weiter über Sifron bis nach Hazar-Enan.
10 Die Ostgrenze verläuft von Hazar-Enan über Schefam
11 und den Ort Ribla östlich von Ajin bis zu den Abhängen am Ostufer des Sees Gennesaret
12 und dann weiter den Jordan entlang bis zum Toten Meer.
Das Land innerhalb dieser Grenzen soll euch gehören.«
13 Weiter sagte Mose zu den Israeliten: »Dies also ist das Land, das durch das Los unter euch verteilt werden soll. Der HERR hat befohlen, es den neuneinhalb Stämmen als Besitz zu übergeben.
14-15 Die Stämme Ruben und Gad und der halbe Stamm Manasse haben ihren Landbesitz schon auf der Ostseite des Jordans, gegenüber von Jericho, erhalten.«
Befehl zur Verteilung des Landes
16 Der HERR sagte zu Mose:
17 »Der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns, sollen das Land unter das Volk verteilen.
18-28 Von jedem Stamm bestimme ich einen der führenden Männer, damit sie ihnen dabei helfen. Es sind die folgenden:
aus dem Stamm Juda: Kaleb, der Sohn von Jefunne;
aus dem Stamm Simeon: Schemuël, der Sohn von Ammihud;
aus dem Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn von Kislon;
aus dem Stamm Dan: Bukki, der Sohn von Jogli;
aus dem Stamm Manasse: Hanniël, der Sohn von Efod;
aus dem Stamm Efraïm: Kemuël, der Sohn von Schiftan;
aus dem Stamm Sebulon: Elizafan, der Sohn von Parnach;
aus dem Stamm Issachar: Paltiël, der Sohn von Asan;
aus dem Stamm Ascher: Ahihud, der Sohn von Schelomi;
aus dem Stamm Naftali: Pedahel, der Sohn von Ammihud.«
29 Diesen Männern gab der HERR den Auftrag, das Land Kanaan unter die Israeliten aufzuteilen.

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4. Mose 33

1 Hier folgt eine Übersicht über die Stationen des Weges, den das Volk Israel genommen hatte, nachdem es unter Führung von Mose und Aaron in geordneten Scharen aus Ägypten gezogen war.
2 Auf Befehl des HERRN hatte Mose jedes Mal, wenn sie einen Lagerplatz abbrachen, den Namen des Ortes aufgeschrieben.
3 Die Israeliten brachen auf in der Stadt Ramses, am 15. Tag des 1. Monats, am Morgen nach dem Passamahl. Vor den Augen aller Ägypter zogen sie unter dem Schutz des HerrnA aus Ägypten aus.
4 Die Ägypter begruben gerade ihre erstgeborenen Söhne, die der HERR getötet hatte. Er hatte den Ägyptern damit gezeigt, dass er mächtiger ist als ihre Götter.
5 Von Ramses zogen die Israeliten nach Sukkot
6 und weiter nach Etam am Rand der Wüste.
7 Von dort wandten sie sich seitwärts nach Pi-Hahirot gegenüber von Baal-Zefon und schlugen ihr Lager bei Migdol auf.
8 Dann zogen sie mitten durch das Meer und weiter drei Tagesmärsche weit durch die Wüste von Etam bis nach Mara.
9 Von dort zogen sie nach Elim, wo es zwölf Quellen und siebzig Palmen gab,
10 und weiter zum Schilfmeer,
11 darauf in die Wüste Sina
12-14 und von dort nach Dofka, Alusch und Refidim. In Refidim fanden sie kein Trinkwasser.
15-37 Dann kamen sie in die Wüste Sinai und darauf nach Kibrot-Taawa, Hazerot, Ritma, Rimmon-Perez, Libna, Rissa, Kehelata, zum Berg Schefer, nach Harada, Makhelot, Tahat, Terach, Mitka, Haschmona, Moserot, Bene-Jaakan, Hor-Gidgad, Jotbata, Abrona, Ezjon-Geber, nach Kadesch in der Wüste Zin und schließlich zum Berg Hor an der Grenze des Landes Edom.
Als die Israeliten dort lagerten,
38-39 stieg der Priester Aaron auf Befehl des HERRN auf den Berg Hor. Dort oben starb er im Alter von 123 Jahren, am 1. Tag des 5. Monats im vierzigsten Jahr, nachdem die Israeliten aus Ägypten ausgezogen waren.
40 Damals erfuhr der Kanaaniterkönig von Arad im Südland, dass die Israeliten im Anmarsch waren.
41-49 Weiter kamen die Israeliten nach Zalmona, Punon, Obot, Ije-Abarim, Dibon-Gad, Almon-Diblatajema und zum Gebirge Abarim gegenüber der Stadt Nebo. Schließlich erreichten sie das moabitische Steppengebiet in der Jordanebene gegenüber Jericho und schlugen ihr Lager zwischen Bet-Jeschimot und Abel-Schittim auf.
Keine Schonung für die Bewohner des Landes
50-51 Dort im moabitischen Steppengebiet in der Jordanebene gegenüber von Jericho erhielt Mose vom HERRN den Auftrag, den Israeliten in seinem Namen zu sagen:
»Wenn ihr den Jordan überschreitet und ins Land Kanaan kommt,
52 müsst ihr alle seine Bewohner vertreiben. Zerstört ihre steinernen und bronzenen Götzenbilder und ihre Altäre.
53 Nehmt das Land in Besitz und besiedelt es, denn ich, der HERR, gebe es euch zu Eigen.
54 Teilt es durch das Los unter euch auf und gebt jedem Stamm einen Anteil, der der Zahl seiner Angehörigen entspricht.
55 Ihr müsst unbedingt alle Bewohner des Landes vertreiben. Wenn ihr einige zurücklasst, werdet ihr es bereuen; denn sie werden euch Leiden zufügen wie ein Dorn im Auge und wie Stachelpeitschen, mit denen man Ochsen antreibt.
56 Ich werde dann mit euch genauso verfahren, wie ihr nach meinem Befehl mit ihnen verfahren solltet.«

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4. Mose 32

1 Die Stämme Ruben und Gad hatten sehr große Viehherden. Als sie sahen, dass das Gebiet rings um die Städte Jaser und Gilead ein gutes Weideland war,
2 sagten sie zu Mose und zum Priester Eleasar und zu den Stammesoberhäuptern:
3-4 »Seht hier dieses Land, das der HERR, vor der Gemeinde Israel herziehend, für sein Volk erobert hat – das ganze Gebiet der Städte Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Es ist gutes Weideland und wir sind Schaf- und Ziegenhirten.«
5 Und sie sagten weiter zu Mose: »Wenn wir Gnade vor dir gefunden haben, dann lass doch dieses Land uns, deinen ergebenen Dienern, zuweisen! Erlaube uns, dass wir uns hier ansiedeln und nicht erst den Jordan überqueren müssen.«
6 Mose antwortete: »Sollen die anderen Stämme allein in den Kampf ziehen, während ihr ein gutes Leben habt?
7 Wenn ihr hier bleibt, nehmt ihr den Israeliten allen Mut, über den Jordan in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben will.
8 Genauso haben eure Väter gehandelt, als ich sie von Kadesch-Barnea aus in das Land schickte, um es zu erkunden.
9 Sie kamen bis ins Traubental und sahen sich das Land an, und als sie zurückkamen, entmutigten sie die Israeliten, sodass sie nicht in das Land zu ziehen wagten, das der HERR ihnen geben wollte.
10 Damals wurde der HERR zornig und schwor:
11 ‘Weil sie meiner Führung nicht vertraut haben, wird keiner der Männer, die aus Ägypten gezogen und jetzt 20 Jahre oder älter sind, das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe.
12 Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn Nuns, werden hineinkommen.’ Diese beiden hatten dem HERRN völlig vertraut.
13 So traf der Zorn des HERRN die Leute von Israel und er ließ sie vierzig Jahre in der Wüste umherziehen, bis alle gestorben waren, die sich gegen ihn aufgelehnt hatten.
14 Und nun macht ihr es genauso! Als echte Kinder eurer Väter reizt ihr den HERRN noch mehr zum Zorn gegen sein Volk.
15 Wenn ihr Männer von Ruben und Gad dem HERRN jetzt nicht gehorcht, wird er das Volk noch länger in der Wüste umherirren lassen, bis sie vollends alle umgekommen sind. Das ist dann allein eure Schuld!«
16 Sie traten näher zu Mose und sagten: »Wir wollen ja nur Einfriedungen für unsere Schaf- und Ziegenherden machen und befestigte Städte für unsere Frauen und Kinder bauen,
17 damit sie vor den Bewohnern des Landes sicher sind. Dann werden wir sofort an der Spitze der übrigen Israeliten in den Kampf ziehen, bis wir auch ihnen zu ihrem Land verholfen haben.
18 Wir werden nicht eher nach Hause zurückkehren, als bis alle Israeliten ein Stück Land als Erbbesitz bekommen haben.
19 Wir selbst haben unseren Landanteil auf dieser Seite des Jordans und beanspruchen nichts von dem Land auf der anderen Seite.«
Mose gibt eine bedingte Zusage
20-22 Mose erwiderte: »Wenn ihr wirklich so handelt, dann bleibt ihr weder dem HERRN noch den anderen Israeliten etwas schuldig. Rüstet euch also vor den Augen des HERRN zum Kampf und überschreitet vor seinen Augen vollzählig den Jordan, und kehrt erst wieder hierher zurück, nachdem der HERR seine Feinde vertrieben und sich das ganze Land unterworfen hat!
Wenn ihr so handelt, dann wird euch in Gegenwart des HERRN das Land auf dieser Seite des Jordans als euer rechtmäßiger Besitz zugesprochen werden.
23 Wenn ihr aber euer Wort nicht haltet, ladet ihr Schuld auf euch und die Strafe des HERRN wird euch mit Sicherheit treffen.
24 So baut nun feste Städte für eure Frauen und Kinder und Einfriedungen für eure Herden, und dann tut, was ihr versprochen habt.«
25 Die Männer von Gad und Ruben sagten zu Mose: »Wir sind deine Diener, wir werden ganz bestimmt tun, was du verlangst.
26 Unsere Frauen und Kinder und all unser Vieh bleiben hier in den Städten,
27 wir Männer aber sind bereit, vor den Augen des HERRN den Jordan zu überschreiten und in den Kampf zu ziehen, genau wie du es wünschst.«
28 Mose gab darauf Eleasar, Josua und den Oberhäuptern der übrigen Stämme die Anweisung:
29 »Wenn die Männer von Gad und Ruben mit euch zusammen den Jordan überschreiten und so lange kämpfen, bis das ganze Land in eurer Hand ist, dann gebt ihnen das Gebiet östlich des Jordans als ihren Besitz.
30 Wenn sie aber nicht mit euch in den Kampf ziehen, müssen sie sich mit einem Stück Land in eurer Mitte begnügen.«
31 Die Männer von Gad und Ruben versicherten: »Wir sind deine Diener, wir werden tun, was der HERR befohlen hat.
32 Wir werden gerüstet vor den Augen des HERRN den Jordan überschreiten und in den Kampf ziehen, damit wir das Land auf dieser Seite des Jordans als unseren Besitz behalten dürfen.«
33 Mose sprach also den Stämmen Gad und Ruben sowie dem halben Stamm des Josefssohnes Manasse das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu, das ganze Land mit allen seinen Städten.
34 Darauf bauten die Männer des Stammes Gad die befestigten Städte Dibon, Atarot, Aroër,
35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,
36 Bet-Nimra und Bet-Haran und errichteten Einfriedungen für ihre Herden.
37 Die Männer des Stammes Ruben bauten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,
38 Nebo, Baal-Meon A und Sibma und gaben ihnen Namen.
Das Siedlungsgebiet für den halben Stamm Manasse
39 Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse eroberten das Bergland Gilead und vertrieben die Amoriter, die dort wohnten.
40 Deshalb gab Mose ihnen das Gebiet Gilead als ihren Besitz und sie siedelten sich dort an.
41 Jaïr vom Stamm Manasse eroberte eine Reihe von Ortschaften und nannte sie »Dörfer Jaïrs«.
42 Nobach eroberte die Stadt Kenat mit dem zugehörigen Gebiet und gab ihr seinen eigenen Namen.

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4. Mose 31

1 Der HERR befahl Mose:
2 »Bestrafe die Midianiter für das, was sie den Israeliten angetan haben. Danach wirst du sterben.«
3 Darauf sagte Mose zu den Männern Israels: »Macht euch zum Kampf bereit. Es geht gegen die Midianiter! Der HERR will sie strafen für das, was sie uns angetan haben.
4 Von jedem Stamm sollen tausend Mann in den Kampf ziehen.«
5 Aus jedem Stamm wurden tausend Kämpfer ausgewählt, sodass ein Heer von 12000 Mann zusammenkam.
6 Mose schickte den Priester Pinhas, den Sohn von Eleasar, mit ihnen. Dieser hatte die heiligen Geräte und die Signaltrompeten bei sich.
7 Sie griffen die Midianiter an, wie der HERR es Mose befohlen hatte, und töteten alle Männer,
8 auch die fünf Könige der Midianiter: Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba. Auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie.
9 Die Frauen und Kinder nahmen sie gefangen, auch die Viehherden und den ganzen übrigen Besitz der Midianiter nahmen sie mit.
10 Die Städte und Zeltlager verbrannten sie.
11-12 Die Gefangenen und die ganze Beute brachten sie zu Mose und Eleasar und der ganzen Gemeinde Israel in das Lager, das im moabitischen Steppengebiet in der Jordanebene bei Jericho war.
13 Mose, Eleasar und die Stammesoberhäupter gingen vor das Lager, um die Heimkehrenden zu empfangen.
14 Als Mose sie sah, wurde er zornig und sagte zu den Befehlshabern der zwölf Truppenabteilungen:
15 »Warum habt ihr die Frauen am Leben gelassen?
16 Wisst ihr nicht mehr, dass es die Frauen waren, die dem Rat Bileams folgten und mit ihrem Götzen, dem Baal vom Berg Pegor, die Israeliten zur Untreue gegen den HERRN verführten? Deshalb ist doch die Strafe über die Gemeinde des HERRN gekommen!
17 Tötet alle Kinder, die männlichen Geschlechts sind, und alle Frauen, die schon mit einem Mann Verkehr gehabt haben!
18 Nur die Mädchen, die noch unberührt sind, dürft ihr am Leben lassen und für euch behalten.
19 Wer jemand getötet oder eine Leiche berührt hat, muss sieben Tage außerhalb des Lagers bleiben und am dritten und am siebten Tag die Reinigung an sich vollziehen lassen; dasselbe gilt für die gefangenen Mädchen.
20 Auch die Kleidungsstücke müssen mit Reinigungswasser besprengt werden, ebenso alles, was aus Leder, Ziegenhaar oder Holz hergestellt ist.«
21 Der Priester Eleasar sagte zu den Männern, die aus dem Kampf heimgekehrt waren: »Hört, was der HERR durch Mose angeordnet hat:
22 Alle Beutestücke aus Gold, Silber, Bronze, Eisen, Zinn oder Blei,
23 also alles, was nicht verbrennen kann, sollt ihr ins Feuer halten und danach mit Reinigungswasser besprengen. Alles, was im Feuer verbrennen würde, sollt ihr in Wasser tauchen.
24 Am siebten Tag sollt ihr eure Kleider waschen, dann seid ihr wieder rein und könnt ins Lager zurückkehren.«
Die Verteilung der Beute
25 Der HERR sagte zu Mose:
26 »Zähle mit Eleasar und den Stammesoberhäuptern die lebende Beute, Menschen und Tiere.
27 Teile sie in zwei gleiche Teile; den einen Teil für die Männer, die gekämpft haben, den anderen für das übrige Volk.
28 Von der Hälfte, die den Kriegsleuten gehört, wird jeweils ein Mensch oder Tier von fünfhundert als Abgabe für den HERRN erhoben.
29 Gib sie dem Priester Eleasar.
30 Von der Hälfte, die dem übrigen Volk gehört, wird jeweils ein Mensch oder Tier von fünfzig ausgesondert. Gib sie den Leviten, die an der Wohnung des HERRN Dienst tun.«
31 Mose und Eleasar führten die Anweisung aus.
32-35 Die Zählung der gesamten Beute erbrachte 675000 Schafe und Ziegen, 72000 Rinder, 61000 Esel und 32000 Menschen, nämlich unberührte Mädchen.
36-40 Der Anteil für die Kriegsleute betrug demnach 337500 Schafe und Ziegen, 36000 Rinder, 30500 Esel und 16000 Mädchen, und ihre Abgabe für den HERRN 675 Schafe und Ziegen, 72 Rinder, 61 Esel und 32 Mädchen.
41 Mose gab diese Abgabe dem Priester Eleasar, wie der HERR es befohlen hatte.
42-46 Der Anteil des übrigen Volkes war genauso groß wie der Anteil der Kriegsleute.
47 Den fünfzigsten Teil davon nahm Mose und gab ihn den Leviten, wie der HERR es befohlen hatte.
48 Die Truppenführer kamen zu Mose
49 und sagten: »Wir haben die Männer, die unter unserem Befehl standen, gezählt; nicht ein Einziger wird vermisst.
50 Darum bringen wir nun dem HERRN, was wir an Goldschmuck erbeutet haben: Armbänder, Armspangen, Siegelringe, Ohrringe und Halsketten. Wir bringen es ihm als Opfergabe, damit uns kein Unheil widerfährt.«
51 Mose und Eleasar nahmen den Goldschmuck in Empfang.
52 Die Abgabe der Truppenführer hatte ein Gewicht von nahezu vier Zentner.
53 Was die einfachen Kriegsleute erbeutet hatten, behielten sie für sich.
54 Mose und Eleasar nahmen die Gabe und brachten sie ins Heilige Zelt. Sie sollte die Israeliten beim HERRN in Erinnerung bringen, damit er sich ihnen freundlich zuwende.

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4. Mose 30

1-2 Mose sagte dies alles dem Volk, wie der HERR es ihm aufgetragen hatte. Weiter gab er den Stammesoberhäuptern im Auftrag des HERRN die folgenden Anweisungen:
3 Wenn ein Mann gelobt, dem HERRN etwas zu geben, oder schwört, auf bestimmte Dinge zu verzichten, muss er sein Wort halten und alles tun, was er versprochen hat.
4 Wenn eine unverheiratete Frau, die noch im Haus ihres Vaters lebt, ein derartiges Gelübde ablegt,
5 ist es gültig, sofern ihr Vater, wenn er davon hört, keinen Einspruch erhebt.
6 Verbietet er ihr aber, das Gelübde zu erfüllen, und zwar noch am selben Tag, an dem er davon erfährt, so ist es damit außer Kraft gesetzt. Der HERR wird ihr keine Schuld anrechnen, wenn sie es nicht erfüllt; denn ihr Vater hat es ihr verwehrt.
7 Wenn eine Frau vor ihrer Heirat ein Gelübde abgelegt oder unbedacht dem HERRN etwas versprochen hat,
8 dann bleibt das Gelübde auch nach ihrer Heirat gültig, sofern der Ehemann keinen Einspruch erhebt.
9 Verbietet er ihr aber, das Gelübde zu erfüllen, und zwar noch am selben Tag, an dem er davon erfährt, so ist es ungültig geworden. Der HERR wird ihr keine Schuld anrechnen, wenn sie es nicht erfüllt.
10 Eine Witwe oder eine geschiedene Frau jedoch muss alles halten, was sie versprochen hat.
11 Wenn eine verheiratete Frau dem HERRN irgendein Gelübde ablegt,
12 dann ist es gültig, sofern der Ehemann keinen Einspruch erhebt.
13 Verbietet er ihr aber, das Gelübde zu erfüllen, und zwar noch am selben Tag, an dem er davon hört, so ist es ungültig geworden. Der HERR wird ihr keine Schuld anrechnen, wenn sie es nicht erfüllt; denn ihr Mann hat es ihr verwehrt.
14 Wenn eine Frau dem HERRN etwas gelobt oder schwört, auf etwas zu verzichten, hat der Ehemann das Recht, das Gelübde seiner Frau gelten zu lassen oder aufzuheben.
15 Wenn er aber nicht am selben Tag, an dem er davon hört, Einspruch erhebt, billigt er durch sein Schweigen das Gelübde seiner Frau.
16 Erhebt er erst später Einspruch und hindert seine Frau daran, ihr Gelübde zu erfüllen, so macht er und nicht die Frau sich schuldig und er muss die Folgen tragen.
17 Diese Anweisungen über die Gültigkeit von Gelübden einer unverheirateten oder verheirateten Frau erhielt Mose vom HERRN.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

4. Mose 29

1 Auch der 1. Tag des 7. Monats ist für euch ein heiliger Tag, an dem ihr keinerlei Arbeit verrichten dürft. An diesem Tag wird der Beginn des neuen Jahres mit Trompetenblasen gefeiert.
2 Opfert dem HERRN, um ihn gnädig zu stimmen, als Brandopfer einen Stier, einen Schafbock und sieben einjährige Schafe, alles fehlerfreie Tiere,
3-4 dazu als Speiseopfer dieselbe Menge wie an jedem Monatsanfang,
5-6 außerdem die zugehörigen Trankopfer und als Sühneopfer einen Ziegenbock. Alle diese Opfer werden zusätzlich zum regelmäßigen täglichen Brandopfer und dem Brandopfer für den Monatsanfang und den zugehörigen Speiseopfern dargebracht, um den HERRN gnädig zu stimmen.
7 Der 10. Tag des 7. Monats ist für euch wieder ein heiliger Tag. Ihr müsst fasten und euch Bußübungen auferlegen und dürft keinerlei Arbeit verrichten.
8-10 Opfert dem HERRN als Brandopfer einen Stier, einen Schafbock und sieben einjährige Schafe, dazu als Speiseopfer dieselbe Menge wie an jedem Monatsanfang,
11 außerdem die zugehörigen Trankopfer und einen Ziegenbock als Sühneopfer, und zwar zusätzlich zum regelmäßigen täglichen Brandopfer mit dem zugehörigen Speiseopfer und zu dem Bock, der an diesem Tag als Sühne für die Schuld des ganzen Volkes dargebracht wird.
Opfer am Laubhüttenfest
12 Der 15. Tag des 7. Monats ist für euch ebenfalls ein heiliger Tag, an dem ihr keinerlei Arbeit verrichten dürft. Von diesem Tag an feiert ihr sieben Tage lang ein Fest zu Ehren des HERRN.a
13 Opfert dem HERRN am ersten Tag als Brandopfer, das ihn gnädig stimmt, dreizehn Stiere, zwei Schafböcke und vierzehn einjährige Schafe, alles fehlerfreie Tiere,
14-15 dazu als Speiseopfer zu jedem Tier dieselbe Menge wie an jedem Monatsanfang,
16 außerdem als Sühneopfer einen Ziegenbock, und zwar alles zusätzlich zum regelmäßigen täglichen Brandopfer mit dem zugehörigen Speise- und Trankopfer.
17 Am zweiten Tag des Festes opfert ihr zwölf Stiere, zwei Schafböcke und vierzehn einjährige Schafe, alles fehlerfreie Tiere,
18-19 und dazu die Speise- und Trankopfer, das Sühneopfer und das tägliche Brandopfer wie am ersten Tag.
20-34 An den folgenden Tagen bringt ihr dem HERRN dieselben Opfer, nur von den Stieren jeden Tag einen weniger, also am dritten Tag elf, am vierten zehn, am fünften neun, am sechsten acht und am siebten sieben Stiere. Opfert sie zusammen mit den übrigen Opfern wie am ersten Tag.
35 Am achten Tag kommt ihr zur großen Festversammlung zusammen; alle Arbeit muss an diesem Tag ruhen.
36 Opfert dem HERRN als Brandopfer, das ihn gnädig stimmt, einen Stier, einen Schafbock und sieben einjährige Schafe, alles fehlerfreie Tiere,
37-38 dazu die übrigen Opfer wie an den anderen Tagen.
39 Diese Opfer sollt ihr dem HERRN an euren Festen darbringen, und zwar abgesehen von den Brand-, Speise-, Trank- und Mahlopfern, die ihr außerdem als Gelübdeopfer und freiwillige Opfer darbringen wollt.

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4. Mose 28

1 Der HERR sagte zu Mose:
2 »Die Leute von Israel sollen darauf achten, dass sie die Opfer, die meine Speise sind und mir Freude machen, jeweils zur vorgeschriebenen Zeit auf meinem Altar verbrennen.«
3 Im Einzelnen sollte Mose den Israeliten folgende Anweisungen weitergeben:
Ihr sollt für den HERRN täglich als Brandopfer zwei fehlerfreie einjährige Schafe verbrennen.
4-7 Das eine wird am Morgen dargebracht, das andere in der Abenddämmerung. Als Speiseopfer gehören dazu jeweils 1/10 Efa (1,2 Kilo) Weizenmehl, das mit 1/4 Hin (knapp 1 Liter) feinstem Olivenöl vermengt wird. Dies ist das regelmäßige tägliche Brandopfer, wie es zum ersten Mal am Berg Sinai dargebracht wurde, um den HERRN gnädig zu stimmen. Als Trankopfer kommt dazu jeweils 1/4 Hin (knapp 1 Liter) Wein, der für den HERRN im Heiligtum ausgegossen wird.
8 Am Abend wird dasselbe Opfer dargebracht wie am Morgen – ein Brandopfer, das den HERRN gnädig stimmt.
9-10 Am Sabbat werden zusätzlich zwei fehlerfreie einjährige Schafe als Brandopfer dargebracht, dazu als Speiseopfer 2/10 Efa (2,4 Kilo) Mehl, das mit Öl vermengt ist, und das dazugehörige Trankopfer.
11 Am 1. Tag des Monats werden dem HERRN als Brandopfer zwei Stiere, ein Schafbock und sieben fehlerfreie einjährige Schafe dargebracht,
12 dazu Speiseopfer aus Weizenmehl, das mit Olivenöl vermengt ist, und zwar für jeden Stier 3/10 Efa (3,6 Kilo) Mehl, für den Schafbock 2/10 Efa (2,4 Kilo)
13 und für jedes Schaf 1/10 Efa (1,2 Kilo). Dies sind Opfer, die den HERRN gnädig stimmen.
14 Als Trankopfer gehören zu jedem Stier 1/2 Hin (knapp 2 Liter) Wein, zu dem Schafbock 1/3 Hin (gut 1 Liter) und zu jedem Schaf 1/4 Hin (knapp 1 Liter).
An jedem Monatsanfang sollt ihr diese Opfer darbringen.
15 Zusätzlich zum regelmäßigen täglichen Brandopfer soll an diesem Tag ein Ziegenbock als Sühneopfer dargebracht werden.
Opfer am Passafest und am Pfingstfest
16 Das Passafest wird zu Ehren des HERRN am 14. Tag des 1. Monats gefeiert.
17 Am 15. Tag desselben Monats beginnt das Fest der Ungesäuerten Brote, während dessen ihr sieben Tage lang nur solches Brot essen dürft, das ohne Sauerteig zubereitet ist.
18 Der erste Tag ist für euch ein heiliger Tag, an dem ihr keinerlei Arbeit verrichten dürft.
19 Bringt dem HERRN als Brandopfer zwei Stiere, einen Schafbock und sieben einjährige Schafe, alles fehlerfreie Tiere,
20-21 und dazu als Speiseopfer dieselbe Menge wie am Monatsanfang.
22 Außerdem sollt ihr einen Ziegenbock als Sühneopfer darbringen, damit eure Verfehlungen gegenüber dem HERRN in Ordnung gebracht werden.
23-24 Dies alles muss zusätzlich zum täglichen Morgenbrandopfer und dem zugehörigen Trankopfer dargebracht werden, und zwar an jedem Tag der Festwoche. Diese Opfer sind dem HERRN als seine Speise darzubringen und stimmen ihn gnädig.
25 Der siebte Tag ist für euch wieder ein heiliger Tag, an dem ihr keinerlei Arbeit verrichten dürft.
26 Das Pfingstfest, an dem ihr dem HERRN das erste Getreide der neuen Ernte als Speiseopfer darbringt, ist für euch ebenfalls ein heiliger Tag, an dem ihr keinerlei Arbeit verrichten dürft.
27-29 Bringt dem HERRN, um ihn gnädig zu stimmen, als Brandopfer zwei Stiere, einen Schafbock und sieben einjährige Schafe und gebt dazu als Speiseopfer dieselbe Menge wie an jedem Monatsanfang,
30-31 außerdem die zugehörigen Trankopfer und als Sühneopfer einen Ziegenbock. Dies alles wird zusätzlich zum regelmäßigen täglichen Brandopfer und den zugehörigen Speiseopfern dargebracht. Es müssen unbedingt fehlerfreie Tiere sein.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

4. Mose 27

1 Zelofhad, der Sohn Hefers, der über seine Vorfahren Gilead, Machir und Manasse von Josef abstammte, hatte fünf Töchter hinterlassen: Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza.
2 Diese kamen an den Eingang des Heiligen Zeltes und sagten zu Mose und dem Priester Eleasar vor den Stammesoberhäuptern und der ganzen Gemeinde:
3 »Unser Vater ist in der Wüste gestorben. Er gehörte nicht zu den Anhängern Korachs, die sich gegen den HERRN aufgelehnt hatten, sondern er musste sterben, weil er wie alle anderen seiner Generation dem HERRN ungehorsam gewesen war. Er hat keine Söhne hinterlassen.
4 Soll nun sein Name in Israel aussterben, nur weil kein männlicher Erbe da ist, der ihn weiterträgt? Gebt uns in der Sippe unseres Vaters einen eigenen Anteil am Landbesitz!«
5 Mose bat den HERRN um eine Entscheidung
6 und der HERR antwortete ihm:
7 »Die Töchter Zelofhads haben Recht. Sie sollen neben den Brüdern ihres Vaters erbberechtigt sein und den väterlichen Grundbesitz erben.
8 Zu allen Israeliten aber sollst du sagen: ‘Wenn ein Mann stirbt, ohne einen Sohn zu hinterlassen, hat seine Tochter Anspruch auf sein Erbe.
9 Hat er auch keine Tochter, so soll es seinen Brüdern zufallen,
10 und wenn er keine Brüder hat, den Brüdern seines Vaters.
11 Hat auch sein Vater keine Brüder, so fällt das Erbe dem Nächstverwandten aus seiner Sippe zu.’ Dies soll bei den Israeliten gültiges Recht werden. Ich, der HERR, habe es angeordnet und dir gesagt.«
Josua als Moses Nachfolger
12 Der HERR sagte zu Mose: »Steig auf das Abarim-Gebirge und blicke über das Land, das ich dem Volk Israel geben will!
13 Danach musst du sterben, so wie dein Bruder Aaron gestorben ist.
14 Ihr dürft das Land nicht betreten, weil ihr mir damals in der Wüste Zin nicht gehorcht habt. Als die ganze Gemeinde gegen mich Anklage erhob, wolltet ihr mir keine Gelegenheit geben, mich vor den Leuten von Israel durch das Wasser aus dem Felsen als der heilige und mächtige Gott zu erweisen.« – Von daher hatte die Quelle bei Kadesch den Namen Meriba, d.h. Anklage, erhalten.
15 Mose sagte:
16 »HERR, du Gott, von dem alles Leben kommt, setze einen Mann ein, der das Volk führt,
17 der an der Spitze des Heeres mit ihm auszieht und an seiner Spitze wieder mit ihm heimkehrt. Sonst wird deine Gemeinde wie eine Herde sein, die keinen Hirten hat.«
18-19 Der HERR antwortete: »Nimm Josua, den Sohn Nuns; ihn habe ich durch meinen Geist dazu befähigt. Lass ihn vor den Priester Eleasar und die ganze Gemeinde treten und bestelle ihn vor ihnen allen zu deinem Nachfolger. Leg deine Hände auf ihn
20 und gib ihm von deiner Vollmacht, damit ihm die ganze Gemeinde Israel gehorcht.
21 Bei allen wichtigen Entscheidungen soll er sich an den Priester Eleasar wenden, damit der durch die heiligen Lose meine Weisung einholt. Nach dem Bescheid Eleasars sollen dann er und alle Israeliten handeln.«
22 Mose tat, was der HERR ihm befohlen hatte. Er holte Josua und ließ ihn vor Eleasar und die ganze Gemeinde treten.
23 Dann legte er seine Hände auf ihn und setzte ihn als seinen Nachfolger ein, wie der HERR es ihm aufgetragen hatte.

Gute Nachricht Bibel (Revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft)

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